Kriegsrecht in Thailand teilweise aufgehoben
Aktualisiert

Kriegsrecht in Thailand teilweise aufgehoben

Die von der Militärführung in Thailand eingesetzte Übergangsregierung hat das seit zwei Monaten geltende Kriegsrecht in mehreren Teilen des Landes aufgehoben.

Wie Verteidigungsminister Boonrawd Somtat mitteilte, wurde das Kriegsrecht in 41 der 76 Provinzen aufgehoben. Die Lage in den übrigen werde aber noch als zu instabil eingeschätzt, erklärte er. Die gilt für den Süden des Landes, in dem muslimische Aufständische immer wieder Anschläge verüben, und den Norden, in dem der am 19. September gestürzte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra besonders starken Rückhalt hatte.

Das Kriegsrecht ermächtigt die Streitkräfte, Personen ohne Haftbefehl festzunehmen, es hatte für die Bevölkerung bislang aber keine wesentliche Einschränkungen zur Folge. Es diente Beobachtern zufolge vor allem dazu, den Thaksin an einer Rückkehr zu hindern. Thaksin hielt sich nach dem Putsch zunächst in London auf, war in den vergangenen Wochen aber in mehreren asiatischen Ländern unterwegs. Kürzlich hob die Junta bereits das nach dem Putsch verfügte Versammlungsverbot auf. (dapd)

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