Kollision nicht bemerkt - Kriegsschiff läuft mit zwei toten Walen am Rumpf in Hafen von San Diego ein
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Kollision nicht bemerktKriegsschiff läuft mit zwei toten Walen am Rumpf in Hafen von San Diego ein

Nach gemeinsamen Manövern mit der U.S. Navy dockte der australische Zerstörer HMAS Sydney im Hafen von San Diego an. Dann tauchten zwei tote Finnwale auf, die sich am Rumpf des Schiffes verfangen hatten.

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Einer der toten Wale, die die HMAS Sydney an ihrem Rumpf mitgeschleppt hatte.

Einer der toten Wale, die die HMAS Sydney an ihrem Rumpf mitgeschleppt hatte.

Screenshot ABC 10 News
Die Tiere kamen erst zum Vorschein, als die HMAS Sydney (nicht im Bild) vor Anker ging.

Die Tiere kamen erst zum Vorschein, als die HMAS Sydney (nicht im Bild) vor Anker ging.

Screenshot ABC 10 News
Der Zerstörer beim Einlaufen in San Diego.

Der Zerstörer beim Einlaufen in San Diego.

Screenshot ABC 10 News

Darum gehts

  • Ein australisches Kriegsschiff hat offenbar versehentlich zwei geschützte Finnwale überfahren.

  • Die Kadaver kamen zum Vorschein, als die HMAS Sydney in San Diego vor Anker ging.

  • Jährlich kommt es vor der US-Pazifikküste zu rund 50 Zusammenstössen mit Walen.

Makabrer Fund im Marinehafen von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien: Nachdem der australische Zerstörer HMAS Sydney am Samstag dort angedockt hatte, tauchten die Kadaver von zwei toten Finnwalen auf. Diese hatten sich unter der Wasserlinie am Rumpf des 146 Meter langen Kriegsschiffs verfangen und kamen erst zum Vorschein, als die Sydney vor Anker ging. Der Zerstörer hatte an gemeinsamen Manövern mit der US-Marine teilgenommen. Die HMAS Sydney, die erst 2018 in Dienst gestellt wurde, kann bis zu 52 Stundenkilometer erreichen.

«Die Navy nimmt die Sicherheit von Meeressäugern sehr ernst. Wir sind betrübt über diesen Vorfall», liess die australische Marine verlauten. Der Vorfall soll nun genauer untersucht werden.

Mutter und Kalb getötet?

Wie die geschützten Tiere – eines ist 20 Meter, das andere 7,5 Meter lang – ums Leben kamen ist unklar. Sicher ist, dass Kollisionen zwischen Schiffen und Walen vor der US-Pazifikküste keine Seltenheit sind. Wie Marinebiologe John Calambokidis gegenüber «ABC 10 News» angab, sei der Vorfall «traurig, aber nicht ungewöhnlich»: Man zähle jährlich an die 50 Kollisionen mit Walen. Der aktuelle Vorfall könne sich nahe der Küste oder weit draussen abgespielt haben – die Crew bemerke einen Zusammenstoss oft erst im Hafen. Die HMAS Sydney hat einen Tiefgang von gut sieben Metern.

Die Wale könnten unabhängig voneinander getötet worden sein, so Calambokidis. «Es wäre aber möglich, dass es sich um eine Mutter und ihr Kalb handelt.» Finnwale sind das ganze Jahr über vor der US-Westküste anzutreffen. Ihre Population wird auf 3200 Tiere geschätzt.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(trx)

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