Aktualisiert 24.01.2008 15:55

Kriens: Brandgefährliches Müll-Problem

Aus einer ehemaligen Deponie in Kriens entweicht Gas. Betroffen sind rund 20 Wohnhäuser und 10 Gartenhäuschen auf Schrebergärten. Den Bewohnern wird regelmässiges Lüften und die Vermeidung von Funken und Flammen empfohlen.

Festgestellt wurden die Gasemissionen erstmals, als 2005 die Liberale Baugenossenschaft im Gebiet Unterhubel in Kriens neue Wohnhäuser erstellte. Mit baulichen Massnahmen wurde sichergestellt, dass die neuen Häuser nicht beeinträchtigt werden. Den Emissionen ausgesetzt sind dagegen frühere Bauten.

Wie die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie am Donnerstag mitteilte, wurde im betroffenen Gebiet Sackweid/Hubel bis 1935 Kies abgebaut. Danach wurde die Grube als Deponie genutzt. Nach bisheriger Kenntnis wurden dort Bauschutt und Industriesand gelagert.

Kohlendioxid und Methan

Messungen ergaben nun, dass an verschiedenen Stellen Deponiegas mit Kohlendioxid und Methan entwich. Dieses Gas belastet die Luft in der Umgebung. Während sich im nicht überbauten Gebiet keine Massnahmen aufdrängen, kann sich das Gas im Innern von Gebäuden ansammeln. Das betrifft vor allem die untersten Stockwerke, insbesondere Kellerräume.

Als präventive Massnahmen empfiehlt die Dienststelle Umwelt und Energie, die fraglichen Räume regelmässig zu lüften. Ausserdem sollen Zündquellen (Rauchen, Funken, Flammen) vermieden werden. Die Bewohner der betroffenen Gebäude wurden informiert.

In den nächsten Monaten werden die Gebäude von Spezialisten geprüft und weitere Messungen vorgenommen. Danach werde man die Situation erneut beurteilen und allfällige weitere Massnahmen festlegen, heisst es in der Mitteilung. Untersucht wird auch die Frage der Haftung für die Altlasten. In Fragen kommen die Deponiebetreiber oder die Grundeigentümer.

(dapd)

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