Stifti: Krise auf Lehrstellenmarkt vorerst nicht spürbar
Aktualisiert

StiftiKrise auf Lehrstellenmarkt vorerst nicht spürbar

Die Wirtschaftskrise schlägt sich noch nicht auf den Lehrstellenmarkt nieder. Das Angebot ist dieses Jahr sogar grösser als letztes Jahr. Jedoch entsprechen die angebotenen Ausbildungsplätze nicht immer dem Wunsch der Jugendlichen.

Etliche Kantone meldeten wie bereits im März auch im April im Vergleich zum Vorjahr sogar ein leicht grösseres Lehrstellenangebot, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) gestützt auf seine monatliche Umfrage mitteilte.

Trotz stabiler Lehrstellensituation entspreche das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage. Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten hätten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Umgekehrt sei für Anbieter von Ausbildungsplätzen mit hohen Anforderungen die Rekrutierung von geeigneten Bewerbenden zum Teil schwierig.

Die Kantone würden diesen Tendenzen mit verstärktem Lehrstellenmarketing, Brückenangeboten, individueller Begleitung von besonders gefährdeten Jugendlichen sowie Unterstützung der Lehrstellensuchenden mittels Coaching und Mentoring begegnen, schreibt das BBT weiter. Mit der Durchführung des ersten interkantonalen Lehrstellentages «Berufsbildung als Chance» am kommenden Donnerstag würden sich die Kantone Aargau, Bern, Solothurn, Freiburg und Zürich gemeinsam mit neun Lokalradios ausserdem für mehr Lehrstellen einsetzen. Mit der nationalen Plakatkampagne Berufsbildungplus.ch, die am kommenden 25. Mai startet, wollen Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt zudem vermehrt für den Stellenwert und die Chancen der Berufsbildung sensibilisieren. (dapd)

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