Aktualisiert 17.09.2007 21:27

Krise steht erst am Anfang

Die Krise am US-Hypotheken-
markt ist noch nicht ausgestanden. Experten sehen weitere dunkle Wolken am Finanzhimmel aufziehen.

«Die Lage an der Börse hat sich klar verändert. Wir sind von der gut ausgebauten Autobahn auf eine Schotterstrasse geraten», sagt Börsenkenner und Cash-Guru Fredi Herbert. «Die Banken sind angeknackst – die kommenden 9- und 12-Monats-Zahlen werden arg leiden.»

Ex-Notenbankchef Alan Greenspan sieht ebenfalls dunkle Wolken aufziehen: «Wir stehen erst am Anfang der Krise», sagte der einflussreiche Börseneinflüsterer im Interview mit dem US-Fernsehsender CBS. «Der amerikanische Häusermarkt ist eine Blase, die Preise werden noch einmal massiv fallen.» Will heissen, es platzen weitere Hypotheken und noch mehr Banken geraten in Liquiditätsengpässe.

«Die Banken sind übermütig geworden. Sie haben zu leichtfertig Kredite für Übernahmen gewährt und werden grosse Verluste einstecken müssen», sagt Fredi Herbert. Er warnt: «Gehts den Banken schlecht, kann es der Konjunktur und der Börse auch nicht gutgehen.»

«Die Finanzkrise ist nicht vorbei. Es schlummern viele Risiken unter der Oberfläche», so auch ein ZKB-Analyst. Eine kurzfristige Erleichterung könne die auf heute erwartete Zinssenkung der US-Notenbank bringen.

mhb

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