Weltwirtschaftskrise: Krise trifft Entwicklungsländer härter
Aktualisiert

WeltwirtschaftskriseKrise trifft Entwicklungsländer härter

Die weltweite Wirtschaftskrise trifft die Entwicklungsländer nach Einschätzung der Vereinten Nationen weitaus härter als Industrieländer.

Die Auswirkungen seien gravierend, sagte der Chefökonom der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD), Heiner Flassbeck, dem deutschen Radiosender SWR-2. Die Krise schlage durch auf die Einkommen, lasse die Arbeitslosigkeit ansteigen und verschlimmere die Armut erheblich.

«Und das ist in Entwicklungsländern natürlich viel gravierender als in den Industrieländern, weil es zum grossen Teil auch keinen Staat gibt, der etwas abfedern kann.» Sollte die Weltkonjunktur schwach bleiben, werde die Lage noch dramatischer.

Flassbeck unterstützte die Forderung von Hilfsorganisationen nach Konjunkturpaketen für Entwicklungsländer. «Es gibt nichts anderes, was bisher jemandem eingefallen ist, wie man eine solche Spirale nach unten aufhalten kann.» Kredite auf dem internationalen Kapitalmarkt seien für die betroffenen Staaten wegen der Krise deutlich teurer geworden.

(sda)

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