Tourismus: Krise und Kälte heizen Online-Ferienbuchungen an
Aktualisiert

TourismusKrise und Kälte heizen Online-Ferienbuchungen an

Von Krise keine Spur: Schweizer buchen im Internet wie wild Ferien. Besonders beliebt sind Städtetrips und Reisen in die USA.

von
Dajan Roman

Die traditionellen Reisever­anstalter jammern über einen Buchungsrückgang – ganz anders die Online-Reise­büros. Roland Zeller von ­Travel.ch sagt: «Wir erleben ­einen wahren Boom. Die Buchungen haben sich im Januar ­gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.» Seine Erklärungen: Die Kunden vergleichen die Angebote genauer und suchen sich den günstigsten Anbieter raus.

Zudem re­cherchieren sie nicht nur im - Internet – sie buchen auch übers Netz. «Ausserdem können wir tagesaktuelle Preise bieten. Den Kursrutsch des britischen Pfunds konnten wir sofort weitergeben und erleben jetzt einen London-Boom», erklärt Zeller. Auch die Aktionen der Hote­liers und Airlines könnten sie umgehend offerieren – beides sei bei traditionellen Veranstaltern mit Jahreskatalogen nicht möglich.

«Aufgrund des starken Schweizer Frankens ist die Nachfrage nach Städtereisen geradezu explodiert», freut sich Zeller. Auch die USA seien derzeit sehr beliebt. Wegen der Kälte gebe es eine Art Fluchttendenz: «Manch einer hat im Winter mehr Lust auf Strand als auf Schnee und Kälte.»

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