Luzern nach Pleite Letzter - Traumtor und VAR-Wirbel – GC verliert verrückte Partie in Genf

Luzern nach Pleite LetzterTraumtor und VAR-Wirbel – GC verliert verrückte Partie in Genf

Servette Genf gewinnt ein spektakuläres Spiel gegen GC mit 3:2 und kann etwas aufatmen. Die nächste Niederlage setzte es dafür für den FC Luzern auswärts in Lugano.

von
Florian Osterwalder
Lucas Werder

Seit sieben Super-League-Spielen wartete Servette auf einen Sieg, die letzten fünf waren sogar allesamt verloren gegangen. Davon war beim Duell mit Rekordmeister GC zunächst aber nichts zu sehen.

Gegen Italien feierte Kastriot Imeri sein Nati-Debüt, gegen GC hatte der 21-Jährige schon in der zweiten Minute die Genfer Führung auf dem Fuss. Wenig später verpasste Stevanovic auf Zuspiel von Imeri ebenfalls nur knapp.

Die beste Hoppers-Chance vergab Bonatini nach 23 Minuten. Sein Schuss stellte Frick vor keine grösseren Probleme. Weil Servette-Stürmer Kyei in der 32. Minute knapp nicht im Offside stand, ging das Heimteam schliesslich verdient in Führung.

VAR annulliert GC-Tor

Und GC hatte kurz vor der Pause viel Glück, als Schiedsrichter Jaccottet nach einer Grätsche von Arigoni zunächst auf Penalty entschied. Nach VAR-Eingriff revidierte er dann aber sein Entscheidung.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte jubelte plötzlich GC. Sène vollendete einen herrlichen GC-Konter. Doch wieder meldete sich Volketswil. Weil Herc zuvor kurz vor dem eigenen Strafraum der Ball an die Hand sprang, gab es Freistoss für Servette statt Tor für GC.

Kurz nach Wiederanpfiff landete der Ball erneut an der Hand eines Hoppers, dieses Mal war es Margreitter innerhalb des Strafraums – Penalty für Servette. Moreira entschärfte den Versuch von Valls. Nur Sekunden später lag der Ball dann trotzdem im Tor. Nati-Neuling traf mit seinem abgefälschten Versuch aus spitzem Winkel (50.).

Traumtor von Kawabe

In der 56. Minute zeigte Jaccottet zum dritten Mal auf dem Punkt. Sasso blockte zunächst den Abschluss von Sène, rauschte dann aber in den GC-Stürmer. Wieder ein strittiger Entscheid, dieses Mal blieb der VAR aber stumm. Bonatini war es egal, er verkürzte auf 1:2.

Kawabe hatte in der 67. Minute sogar den Ausgleich auf dem Fuss, scheiterte aber am starken Frick im Servette-Kasten. Beim zweiten Versuch kurz darauf machte es der Japaner mit einem Traumtor besser. Sein Volley aus über 20 Metern drehte sich herrlich zum Ausgleich ins Lattenkreuz.

Der Rekordmeister drückte plötzlich auf die Führung – und wurde eiskalt ausgekontert. Stevanovic bediente Kyei, der in der 79. Minute problemlos zum 3:2 einschiessen konnte. Die Entscheidung. GC konnte nicht mehr reagieren, Servette feierte einen erlösenden Sieg.

Die Luft für FCL-Trainer Fabio Celestini wird immer dünner. Auswärts in Lugano gingen die Luzerner schon nach vier Minuten in Rückstand. Ziegler besorgte den frühen Führungstreffer für das Heimteam.

Etwas überraschend konnten die Luzerner aber durch Sorgic umgehend zurückschlagen. Der Stürmer versenkte einen Distanzschuss trocken zum Ausgleich. Doch mehr hatte der FCL nicht zu bieten – im Gegenteil.

Celar beschäftigte in der 35. Minute nach einem langen Ball die ganze Luzerner Abwehr, Amoura konnte völlig freistehend zur erneuten Führung einschieben. Mit dem Pausenpfiff erhöhte Maric nach einem Ugrinic-Handspiel per Penalty auf 3:1.

In der zweiten Hälfte hatten die Luzerner Pech. Ugrinic traf nur die Latte, zudem wurde ein weiterer Treffer von Sorgic wegen einer Offside-Position aberkannt. Wohl trotz VAR ein Fehlentscheid.

Nach der 1:3-Pleite ist Luzern neu Tabellenletzter. Ganz anders der FC Lugano. Die Tessiner ziehen am spielfreien YB vorbei und sind neu Dritter.

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Sonntag, 21.11.2021

Servette-Goalie Frick

«Es freut mich einfach für ganz Servette. Für die Fans, für uns Spieler und für unseren Trainer. Diese Niederlagenserie war schon sehr hart für uns. Jetzt wollen wir den nächsten Sieg nächste Woche im Derby gegen Lausanne.»

Stark gekämpft, nicht belohnt

Dominik Schmid von den Grasshoppers zur Niederlage: «Wir kämpfen uns super zurück nach einem 0:2-Rückstand und schaffen noch den Ausgleich. Das wir dann diese Partie noch verlieren ist schon enttäuschend.» Der Fokus liege jetzt aber schon auf dem Spiel gegen Lugano nächste Woche, so Schmid weiter.

«Warum stellst du mir diese Frage?»

Die Nerven liegen blank beim FC Luzern. Auf die Frage ob Celestini noch glücklich sei beim FCL, antwortet Celestini genervt: «Warum stellst du mir diese Frage? Warum machst du das? Egal ob glücklich oder nicht glücklich, ich bin ein Profi und muss immer 120% geben».

Ein Bekenntnis zum Verein hört sich anders an…

Celestini enttäuscht

Auf die Frage, was er Positives aus diesem Nachmittag ziehen kann, sagt Celestini: «Nach dem frühen Gegentreffer haben wir super reagiert. Dann bekommen wir noch einen Gegentreffer kurz vor der Pause.» Der Trainer bemängelt auch die unnötigen Ballverluste im Mittelfeld.

Servette gewinnt verrückte Partie mit 3:2

Was für ein Spiel in Genf. GC kämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand zurück in die Partie. Genf macht dem Ganzen aber einen Strich durch die Rechnung und kann endlich wieder einmal gewinnen. Die Servette-Spieler sind sichtlich erleichtert.

Lugano gewinnt mit 3:1

Es wird nicht ruhiger in der Innerschweiz die nächsten Tage. Auch gegen Lugano verliert der FCL. War dass das letzte Spiel von Celestini? Lugano klettert mit diesem Sieg vorübergehend auf den dritten Platz und wirft YB aus den Top 3.

Tooooor für Servette

Servette – GC 80': Ja was ist denn in der Romandie los? Tore am Laufmeter. Servette geht erneut in Führung. Stevanovic zieht alleine aufs GC-Tor los und sieht den in der Mitte besser postierten Kyei. Dieser muss nur noch einschieben. Klasse gespielt von Servette.

Abseits-Treffer von Sorgic

Lugano – Luzern 78': Da haben die Luzerner Fans schon gejubelt, doch der VAR schaltet sich ein. Der vermeintliche Anschluss-Treffer von Sorgic wird wegen Abseits aberkannt.

Kawabe mit Traumtor zum Ausgleich

Servette – GC 68': Toooor für GC! Und was für eines! Klarer Fall für ein Tor des Monats. Aus rund 25 Metern zieht der Japaner einfach mal ab. Der Ball rutscht ihm ein wenig über den Rist und landet perfekt in der oberen rechten Torecke! GC kämpft sich zurück, die Partie ist wieder offen.

Luzern bemüht, aber ohne klare Chance

Lugano – Luzern 66': Der FC Luzern macht es eigentlich nicht schlecht, liegt aber trotzdem mit 1:3 hinten gegen ein souveränes Lugano. Celestini reagiert mit einem Dreifach-Wechsel. Geht hier noch etwas für die Innerschweizer?

Tooor für GC

Servette – GC 55': Sasso macht im Strafraum kurzen Prozess mit Sene. Das Ganze aber auf Kosten eines Elfmeters. Bonatini versenkt den Elfmeter und verkürzt auf 1:2.

Tooooor für Servette

Servette – GC 50': Was für eine Bude von Imeri. Aus spitzem Winkel donnert der Servette-Stürmer den Ball ins hohe Eck. So gut Moreira beim Elfmeter ausgesehen hat, so schlecht sieht er nun bei diesem Gegentreffer aus.

Elfmeter für Servette

Servette – GC 48': Margreitter verwechselt für einen Moment die Sportart und nimmt die Hand zur Hilfe. Der GC-Spieler möchte eine Flanke klären und donnert sich den Ball selbst an die Hand. Klarer Fall, Elfmeter. Valls versagen aber die Nerven, Moreira hält den Elfmeter.

Es geht weiter

Die Seiten sind gewechselt, die Partien sind wieder angepfiffen.

VAR-Wirrwarr

Servette – GC 48': Ok, wir haben selbst den Überblick ein wenig verloren. Der VAR meldet sich wegen des Handspiels vor dem Treffer von Sene. Der Schiedsrichter schaut sich die Szene noch einmal an. Entscheidet auf Handspiel des GC-Verteidigers. Somit zählt auch der Treffer der Hoppers nicht. Also immer noch 1:0 für Servette. Soll noch jemand drauskommen mit diesem ganzen VAR-Wahnsinn.

Tooor für GC

Servette – GC 47': GC mit ganz grossem Dusel. Eigentlich hätte es einen Freistoss für Servette geben müssen, da ein GC-Spieler einen Ball klar mit der Hand berührte. Im Gegenzug trifft Sene.

Handspiel Frydeck, Elfmeter für Lugano

Lugano – Luzern 47': Lugano baut kurz vor der Pause die Führung aus. Mijat Maric eiskalt vom Punkt und schickt Müller in die falsche Ecke.

GC-Arigoni kommt mit einem blauen Auge davon

Servette – GC 43': Nach VAR-Konsultation zieht Jacottet den Elfmeter zurück. Das war ganz heikel, ein 50/50-Entscheid. Die Hoppers hätten sich gar nicht beklagen dürfen, wenn der Elfmeter gegeben worden wäre.

Penalty für Servette?

Servette – GC 42': Gibt es einen Elfmeter für die Romands? Der VAR meldet sich, der Schiedsrichter schaut sich das Ganze noch einmal an.

Tooooor für Lugano

Lugano – Luzern 35': Luganos Celar spielt Badstuber schwindlig, der Luzerner weiss nicht mehr, wo hinten und vorne ist. Celar danach mit dem Pass in die Mitte, wo Amoura nur noch einschieben muss.

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