Aktualisiert 21.03.2006 21:37

Krisenstab wappnet sich für den Vogelgrippe-Ernstfall

Der Baselbieter Krisenstab führte gestern auf einem Hof einen Instruktions- und Trainingstag zum Thema Vogelgrippe durch. Rund 60 Männer übten die Abläufe für den Seuchen-Ernstfall.

«Das oberste Ziel bei Verdacht auf Vogelgrippe ist, die Seuche am Ort einzudämmen und jegliche Verschleppung zu verhindern», so der Baselbieter Kantonstierarzt Ignaz Bloch. Bei Seuchenverdacht müsse das betroffene Gebiet in einem Radius von mindestens drei Kilometern abgesperrt und der Virusverkehr gestoppt werden.

«Die verseuchten Tiere werden in ein Kohlendioxid-Bad gelegt und sterben dort aufgrund der Übersäuerung des Blutes», so Bloch. Danach würden sämtliche Tiere fachgerecht verpackt, entsorgt und weitere Desinfektionsmassnahmen vor Ort vorgenommen. Nach 21 Tagen könne im betroffenen Gebiet dann zum Normalzustand übergegangen werden, sofern es seuchenfrei ist.

«In unserem Kanton gibt es 100000 Hühner, die bei 1500 Geflügelzüchtern in Ställen untergebracht sind», weiss Kantonstierarzt Bloch. Wenn das H5N1-Virus sich tatsächlich im Kanton ausbreiten würde, wäre man nach dem gestrigen Übungslauf dafür gewappnet.

Denise Dollinger

Toter Schwan: Kein H5-Fall

Der am Donnerstag am Unteren Rheinweg aufgefundene tote Schwan (20 Minuten berichtete) war laut Basler Gesundheitsdepartement nicht vom H5-Virus befallen. «Laut einer Augenzeugin ist der Schwan in einen Baum geflogen und hat sich dabei verletzt», sagt Sprecher Jürg Diezig. Die Verletzungen, die er sich bei dem Aufprall zugezogen habe, hätten dann zu seinem Tod geführt. Der Verdacht auf Vogelgrippe könne in diesem Fall definitiv ausgeschlossen werden.

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