Star Style: Kristen im Zwielicht
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Star StyleKristen im Zwielicht

Für Kristen Stewart ist der Hype um die Vampir-Saga «Twilight» nicht nur ein Segen.

Das Berliner Luxushotel The Regent, Kristen Stewart schlurft ins Zimmer. «Hello!», sagt sie und hebt für ein kurzes Winken etwas unmotiviert die Hand knapp über die Hüfte. Ihre Stimme klingt, als hätte sie gerade noch hastig eine Zigarette geraucht. Ihr Lächeln ist ebenso scheu wie cool. Die hellbraunen Halbschuhe trägt sie ungeschnürt, die Haare offen. Dazu graue Jeans und ein Jeanshemd, das sie auf Bauchnabelhöhe zu einem Knoten gebunden hat. Dunkler Nagellack. Keine Socken. Dieses Mädchen ist momentan einer der grössten Stars auf dem Planeten.

Die Twihards liegen ihr zu Füssen

Die Twihards verehren sie: Hardcore-«Twilight»-Fans, die auch in Berlin stundenlang vor dem Hotel warten, um einen Blick auf Kristen zu erhaschen. Und doch hat die 20-Jährige ein Image-Problem: Weil Kristen auf dem roten Teppich und auf Fotos fast nie lächelt, gilt sie als arrogant und chronisch schlecht gelaunt. «Es geht mir nahe, wenn jemand schreibt, ich hätte keine Lust auf all das. So ist es nicht!», sagt sie. Sie sei von den Fans und Paparazzi schlicht überfordert. «Die Energie, die einem da entgegenkommt, ist überwältigend. Und wenn ich überwältigt bin, dann fühle ich mich verletzlich. Und dann machts bei mir so: zzzzzzt!» Sie macht mit der flachen Hand eine Bewegung vor dem Gesicht. «Die Mauer geht hoch.»

Kristen versteckt ihre Gefühle nicht. Sie ist schlagfertig, manchmal sogar lustig, knackst mit den Fingern und beginnt fast jeden Satz dreimal von vorn, bis sie die richtigen Worte hat. «Wenn ich nicht auf dem Set bin, bin ich keine Schauspielerin. Ich kann mir keine Maske aufsetzen.»

«KStew» ist ein echtes Hollywood-Kid. Ihre Eltern arbeiten beide im TV- und Film-Biz. Mit elf Jahren spielte sie an der Seite von Jodie Foster in «Panic Room» ihre erste gros­se Rolle. Zuvor hatte sie Mini-Auftritte in anderen Hollywood-Produktionen und in einem Werbespot für Porsche. Als Kristen 2008 erstmals als Bella Swan mit Vampir Edward durch die Wälder flog, war sie ganz oben angekommen. Mit 20.

«Ich bin keine Halbgöttin»

Nun ist Teil 3 der «Twilight»-Saga in den Kinos. Für zwei weitere haben Kristen, Robert Pattinson und Taylor Lautner bereits unterschrieben. Wie wird es sich anfühlen, wenn das vorbei ist? «Ehrlich gesagt, wir können es alle kaum erwarten, aus diesen Rollen rauszukommen.» Klar: Die Jungstars sind unter Druck. «Solange es nicht vorbei ist, muss ich die ganze Zeit daran denken. Die Fans haben hohe Erwartungen. Es ist keine einfache Situation.» Das gilt auch für ihre Beziehung mit Robert Pattinson. Die versucht Kristen angestrengt privat zu halten, Fragen dazu sind im Interview verboten.

Manchmal, sagt Kristen, würde sie sich am liebsten vor die Twihards stellen und sagen: «Hey, ich bin keine Halbgöttin! Ich habe einfach Glück gehabt, dass ich die Rolle gekriegt habe.» Und obwohl sie sich mit dem Ruhm schwertut, weiss sie: «Ohne ‹Twilight› wäre mein Leben ein Kampf. Ich wäre so frustriert, wenn ich nur Indie-Filme drehen würde, die niemanden erreichen.» Und das würde sie noch viel mehr hassen, als nicht mehr einfach so zu Starbucks gehen zu können.

Im Liebesdreieck

In «Twilight: Eclipse» spitzt sich für Bella Swan (Kristen Stewart) die Lage zu: Eine Armee von Newborn-Vampiren will sie töten. Und weil sie für Edward (Robert Pattinson) zum Vampir werden will, kämpft Werwolf Jacob (Taylor Lautner) umso stärker um Bella. Dann muss sie auch noch entscheiden, ob sie Edward heiraten will. Spannende Fortsetzung!

«Twilight: Eclipse» jetzt im Kino.

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