Iran: Kritik an Prozess gegen US-Journalistin
Aktualisiert

IranKritik an Prozess gegen US-Journalistin

Die USA haben sich besorgt über den Prozess gegen eine US-Journalistin im Iran geäussert und erneut ihre Freilassung gefordert.

Der Prozess scheine «deutlich weniger als transparent» gewesen zu sein, erklärte Aussenamtssprecher Robert Wood am Mittwoch. Die Anschuldigungen gegen die wegen Spionage angeklagte Roxana Saberi seien grundlos. Das Gerichtsverfahren war am Montag mit ungewöhnlicher Eile und hinter verschlossenen Türen abgehandelt worden. Der Fall droht die jüngste politische Annäherung im Atomstreit zu überschatten.

Saberi musste sich selbst verteidigen

Saberi habe das Abschlussplädoyer zu ihrer Verteidigung gehalten, teilte ein Sprecher des Revolutionsgerichts am Dienstag in Teheran mit. Das Urteil werde in zwei bis drei Wochen verkündet. Wood erklärte, die USA würden mit Schweizer Diplomaten zusammenarbeiten, um mehr über den Prozess und die weiteren Schritte zu erfahren. Die USA unterhalten seit drei Jahrzehnten keine direkten Beziehungen mehr zum Iran. Die Schweiz vertritt in der Islamischen Republik die US-Interessen.

Die 31-jährige Journalistin wurde Ende Januar festgenommen. Damals hiess es, dass ihre Akkreditierung abgelaufen sei. Saberi hat eine doppelte Staatsangehörigkeit und lebt seit sechs Jahren im Iran. Sie berichtete für mehrere Medien, darunter den britischen Rundfunksender BBC und das National Public Radio in den USA. (dapd)

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