Miss Earth Schweiz: «Kritik gehört nun einmal zu diesem Job»
Aktualisiert

Miss Earth Schweiz«Kritik gehört nun einmal zu diesem Job»

Am 30. Oktober fliegt die aktuelle Miss Earth Schweiz nach Manila, um die Eidgenossenschaft beim drittgrössten Schönheitswettbewerb der Welt zu vertreten. 20 Minuten Online hat sich mit Graziella Rogers über Nervosität, die Aufgaben einer Miss Earth und Miss Schweiz Linda Fäh unterhalten.

von
Thom Nagy

20 Minuten Online: Graziella, du bist jetzt seit Ende Juni Miss Earth Schweiz. Ist das ein Vollzeit-Job?

Graziella Rogers: Nicht ganz. Es hängt auch sehr von der Eigeninitiative der Titelträgerin in Bezug auf die Projekte ab.

Zeigst du Initiative?

Ja, ich denke schon.

Inwiefern?

Ein Projekt, das auf meinen Wunsch hin entstand, ist die Unterstützung eines Waisenhauses in Indien für blinde und taube Kinder. Dafür planen wir im kommenden Frühjahr einen Charity-Event. Daneben haben wir auch andere Projekte angedacht.

Und wie sieht dein Engagement dabei konkret aus? Wie nutzt du deinen Titel?

Meistens hab ich eine Idee, welche ich dann mit meinem Management diskutiere. Dann versuchen wir, das umzusetzen. Vieles kommt aber auch direkt vom Management.

Wenn ich das richtig verstehe, bist du dabei aber vor allem das Gesicht des Ganzen.

Falsch. Ich lege sehr viel Wert darauf, selber aktiv zu sein und Hand anzulegen. Sonst könnte ich gar nicht authentisch wirken. Mein Motto ist auf jeden Fall «Hands-On».

Am 30. Oktober reist du nach Manila, um die Schweiz an der Miss-Earth-Wahl zu vertreten. Bist du aufgeregt?

Die Nervositöt steigt mit jedem Tag ein bisschen mehr. Ich habe vor kurzem die Bilder meiner Konkurrentinnen angeschaut und muss sagen: Es wird nicht einfach.

Welche Ziele hast du dir gesetzt?

Ich möchte auf jeden Fall unter die ersten zehn kommen. Aber ich kann meine Chancen überhaupt nicht einschätzen. Ich will einfach mein Bestes geben.

Wie hast du dich auf die Wahl vorbereitet?

Ich habe mich mit meinen Vorgängerinnen getroffen, aber auch das Management hat mir viele Tipps gegeben. Wie laufen, wie stehen, wie Interviews geben, die Wahl der Kleider - wir haben alles Mögliche angeschaut. Aber letztendlich muss ich mich doch mit meiner Persönlichkeit bewähren und das in den ganzen drei Wochen, während ich dort bin.

Inwiefern spielen die Anliegen für Mutter Erde dabei eine Rolle?

Die sind natürlich auch sehr wichtig. Ich werde mein Engagement für die Umwelt immer wieder vorstellen müssen, das fliesst auch in die Bewertung ein.

Whitney Toyloy hat bei Miss Universe eine gute Figur gemacht. Hast du dich von ihr inspirieren lassen?

Mir ist aufgefallen, dass sie ihre Zeit auf den Bahamas sehr genossen hat. Das hat sie sehr sympathisch und attraktiv gemacht, finde ich. Und das hat ihr bei ihrem guten Resultat sicher geholfen.

Was ist deine Meinung zur aktuellen Miss Schweiz, Linda Fäh?

Ich habe ehrlich gesagt gar nicht sehr viel von ihr mitgekriegt. Soweit ich weiss, ist sie aber eine sehr bodenständige Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht.

Sie wird von den Medien nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Wie würdest du ihr raten, mit der Kritik umzugehen? Du hast ja selber ein wenig Erfahrung damit.

Ich glaube, das muss man ignorieren können. Ich sammle zwar für meine Enkelkinder, was über mich geschrieben wird, lese es aber eigentlich nicht. Kritik gehört nun einmal zu diesem Job.

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