Schweiz: Kritik wegen Querdenker-Slogan auf Werbeplakat – Firma will zukünftig darauf verzichten

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SchweizKritik wegen Querdenker-Slogan auf Werbeplakat – Firma will zukünftig darauf verzichten

Der Personaldienstleiter Randstad hat im Zuge einer Kampagne den Begriff Querdenker auf einem Plakat verwendet. In den sozialen Medien kam das nicht gut an. 

von
Seline Bietenhard
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Dieses Werbeplakat wird in den sozialen Medien diskutiert. Der Grund ist der Begriff Querdenker.

Dieses Werbeplakat wird in den sozialen Medien diskutiert. Der Grund ist der Begriff Querdenker.

Randstadt
«Der Begriff Querdenker ist im Zuge unserer Kampagne in seinem eigentlichen Sinne gemeint. Nämlich, Fragestellungen mit kreativen Ideen zu begegnen und Lösungen neu zu denken», heisst es bei Randstad.

«Der Begriff Querdenker ist im Zuge unserer Kampagne in seinem eigentlichen Sinne gemeint. Nämlich, Fragestellungen mit kreativen Ideen zu begegnen und Lösungen neu zu denken», heisst es bei Randstad.

Randstad
Auf das Werbesujet will das Unternehmen in Zukunft trotzdem verzichten. 

Auf das Werbesujet will das Unternehmen in Zukunft trotzdem verzichten. 

Randstad

Darum gehts

«Querdenker. Ein Job für dein Talent» – mit diesem Slogan wirbt der Personaldienstleiter Randstad. Das Plakat sorgt in den sozialen Medien für Diskussionen. «Ich habe diese Werbung gesehen und habe mich gewundert. Ist das Absicht oder hat die Agentur die letzten zwei Jahre hinterm Mond verbracht? Dieses Wort ist verbrannt», schreibt ein User. Einige Nutzer empfehlen dem Unternehmen, die Plakate zu entfernen. 

«Der Begriff Querdenker ist im Zuge unserer Kampagne in seinem eigentlichen Sinne gemeint. Nämlich, Fragestellungen mit kreativen Ideen zu begegnen und Lösungen neu zu denken», erklärt Jasmin Krüger, Sprecherin beim Personaldienstleister Randstad auf Anfrage. Dieses Sujet sei Teil einer Kampagne, die Positivität vermitteln soll, ganz im Einklang mit den Unternehmenswerten.

«Die Kampagne haben wir vor der Publikation testen lassen. Neben den zahlreichen positiven Rückmeldungen auf die gesamte Kampagne nehmen wir auch kritischen Rückmeldungen sehr ernst», sagt Krüger. Man könne die Assoziation nachvollziehen und verstehe, dass der Begriff unglücklich gewählt sei. «Die Querdenker-Bewegung der jüngsten Zeit belegt den Begriff negativ, wir lehnen sie ausdrücklich ab und distanzieren uns von dem so assoziierten Gedankengut», so Krüger. Auf das Werbesujet will das Unternehmen in Zukunft verzichten.  

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