Neuer SF-Krimi: Kritiker warnen vor geplantem SF-Krimi
Aktualisiert

Neuer SF-KrimiKritiker warnen vor geplantem SF-Krimi

Das Schweizer Fernsehen plant eine neue Krimiserie à la «Monk»
oder «The Mentalist». Die TV-Experten sind kritisch
– auch weil die letzten
SF-Eigenproduktionen floppten.

«Die Fälle sollen in sich geschlossen sein und von einem Ermittler-Duo gelöst werden, das sich auch mal in die Haare gerät», erklärt SF-Kulturchefin Nathalie Wappler ihre Krimi-Pläne gegenüber 20 Minuten. Eine Pilotfolge ist bereits geplant; Anfang 2012 entscheidet das SF, ob die Krimireihe ins Programm aufgenommen wird. «Wir sind überzeugt, dass eine solche Serie ihr Publikum findet», so Wappler optimistisch.

Nicht ganz so sicher sind sich hingegen die Experten. «Eine Krimiserie traue ich dem SF nicht zu, da versagt ja auch das deutsche Fernsehen zunehmend», findet etwa Simone Meier, TV-Kritikerin beim ­«Tages-Anzeiger». Und Mischa Christen vom «Tele» ergänzt: «Der ‹Tag und Nacht›-Flop und der vielfach gerügte ‹Tatort› haben beim SF-Publikum Spuren hinterlassen.»

Gemäss dem «Blick» schwebt TV-Direktor Ruedi Matter ein Format nach US-Vorbild vor. Die Idee einer neuen, eigenen Serie finden die Fernseh-Kenner zwar nicht grundsätzlich schlecht, allerdings «hoffe ich, es wird dabei nicht zu sehr von ‹Monk› oder Ähnlichem kopiert», so Christen weiter. Bei zu viel Abkupferei bestehe die Gefahr, dass man sich am Leutschenbach lächerlich mache. Übrigens – Kostenpunkt pro Folge: rund 200 000 Franken.

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