Vertrag unterzeichnet: Kroatien stösst zur europäischen Familie
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Vertrag unterzeichnetKroatien stösst zur europäischen Familie

Kroatien soll 2013 das 28. Mitglied der Europäischen Union werden. Ein entsprechender EU-Beitrittsvertrag wurde beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel unterzeichnet.

Kroatiens scheidende Regierungschefin Jadranka Kosor spricht am 9. Dezember während den Feierlichkeiten vor den Vertretern der EU-Staats- und Regierungschefs in EU-Hauptquartier in Brüssel.

Kroatiens scheidende Regierungschefin Jadranka Kosor spricht am 9. Dezember während den Feierlichkeiten vor den Vertretern der EU-Staats- und Regierungschefs in EU-Hauptquartier in Brüssel.

Kroatien hat am Freitag den Beitrittsvertrag zur Europäischen Union unterzeichnet. Beim EU-Gipfel in Brüssel setzten auch die 27 EU-Staats- und Regierungschefs ihre Unterschrift unter das Dokument.

Für Kroatien unterschrieben die scheidende Regierungschefin Jadranka Kosor und Präsident Ivo Josipovic den Vertrag. «Seien Sie herzlich willkommen in der europäischen Familie», sagte der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy.

Beitrittsreferendum erst Anfang Februar

Kroatien soll am 1. Juli 2013 der EU als 28. Mitgliedstaat beitreten. Bis dahin muss der Beitrittsvertrag von allen 27 EU-Staaten und von Kroatien per Referendum ratifiziert werden.

In Kroatien wird die neue Regierung nach Weihnachten ein EU- Beitrittsreferendum ausschreiben. Obwohl das Referendum per altem Parlamentsbeschluss innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des Vertrags stattfinden sollte, wird es nach Angaben des neuen Premiers Zoran Milanovic erst Anfang Februar durchgeführt werden.

Montenegro hat die Nase vorn

Die EU-Erweiterung wird die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am Freitag noch weiter beschäftigen. Unter anderem geht es um Serbien und Montenegro.

Dabei ist Montenegro, der einstige Partner im gemeinsamen Staatenbund, im EU-Annäherungsprozess Serbien weiterhin voraus. Die Beitrittsverhandlungen Montenegros mit der EU dürften im Juni 2012 eröffnet werden. Dies geht aus dem Entwurf des Brüsseler EU-Gipfels hervor.

Dagegen kann Serbien frühestens im März 2012 darauf hoffen, offiziell den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu bekommen. Im Entwurf heisst es dazu weiter, vor dem endgültigen Entscheid im März 2012 solle der EU-Ministerrat noch einmal Bericht erstatten.

(dapd)

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