Kröten auf Massenwanderung
Aktualisiert

Kröten auf Massenwanderung

Der Frühling kündigt sich an und lockt Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterverstecken. Tierschützer fordern die Autofahrer zur Vorsicht auf.

Wenn die Temperaturen in den Nächten ein paar Grad über Null liegen und Regen fällt, machen sich hunderttausende Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren und für Nachwuchs zu sorgen. Dabei überwinden sie oft grosse Distanzen und Hindernisse.

Eine verkehrsreiche Strasse könne dabei zur tödlichen Falle werden, schreiben der Schweizer Tierschutz (STS) und die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (KARCH) in einer Mitteilung vom Montag. Denn die Erdkröten wandern langsam und halten sich bis zu einer halben Stunde auf der Fahrbahn auf.

Jedes Jahr würden mehrere hunderttausend Amphibien von Autos überfahren, schreiben STS und KARCH. Sie rufen die Autolenker deshalb auf, besonders bei Nacht mit grösster Vorsicht zu fahren. An kritischen Stellen solle die Geschwindigkeit auf 40 Kilometer pro Stunde gedrosselt werden.

Vorsicht sei auch dort geboten, wo Amphibienzäune aufgestellt sind, heisst es in der Mitteilung weiter. Denn dort patrouillieren in der Nacht und bei Regen Amphibienschützer. Sie kontrollieren die Zäune und sammeln jedes Jahr über 150 000 Kröten, Frösche und Molche ein, um sie über die Strasse zu tragen.

(sda)

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