Krokus drohen mit Comeback
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Krokus drohen mit Comeback

Unzählige Platin-Auszeichnungen, Konzerte in den USA, Millionen verkaufter Alben: Nach über 20 Jahren kehren Krokus in ihrer Urformation zurück.

Damit hat keiner gerechnet: Chris von Rohr nimmt den Bass zur Hand und spielt nach über 20 Jahren erstmals wieder mit Freddy «Steady» Frutig (Drums) und Fernando von Arb (Gitarre) in der Krokus-Urformation. «Wir haben uns bei den Aufnahmen zum Dok-Film ‹As Long As You Live› angenähert», erzählt Von Rohr.

Die Differenzen der Vergangenheit – Von Rohr wurde einst aus der Band geschmissen – sind aus dem Weg geräumt. Nun lassen die drei Ur-Krokusse die alten Zeiten aufleben. Seit zwei Monaten jammen die Musiker im Studio, und bereits sind neue Songs entstanden. «Diese Urforma-tion ist einfach ein Geheimrezept», freut sich Von Arb. Da hätte er sich die Reunions ohne Von Rohr und Steady sparen können. «Das war ein Fehler», sagt er. Einziger Knackpunkt: Ex-Sänger Marc Storace ist noch als Krokus unterwegs – können die Solothurner nun überhaupt unter diesem Namen auftreten? «Auf jeden Fall: Rechtlich gehört der Name mir», sagt Von Arb.

Bleibt den wiedervereinten Krokus nur ein Problem: Ohne Sänger kann kein Album aufgenommen werden. «Wir wollen jemanden, der musikalisch und menschlich zu uns passt», sagt die Band und bringt Namen wie Marc Storace und Gölä ins Spiel. Letzterer weiss nichts von seinem Glück. «Er würde den Gesangspart auch nicht übernehmen», so Gölä-Manager Peter Kaiser.

Marlies Seifert

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