Nasanin Nuri: Krone bringt keine Kohle
Aktualisiert

Nasanin NuriKrone bringt keine Kohle

Am Samstag übergibt Miss Earth Schweiz Nasanin Nuri ihre Krone. Trotz ihrer Schönheit konnte sie vom Titel nicht leben.

von
Yvonne Zurbrügg

Am Wochenende geht Nasanin Nuris (22) Amtszeit als Miss Earth Schweiz zu Ende. Ihre Medien­präsenz war so gross wie bei keiner ­ihrer Vorgängerinnen: Im November schaffte sie es beim Miss-Earth-­Finale in Manila sogar unter die schönsten acht. Trotzdem verdiente Nuri längst nicht wie eine Miss Schweiz. Das Einkommen reichte nicht mal, um sich über Wasser zu halten: «Seit Februar ­arbeite ich wieder zu 50 Prozent als Visagistin», erklärt Nuri gegenüber 20 Minuten, «und mein Freund ­unterstützt mich finanziell.» Der Miss-Earth-Schweiz-Organisation fehlen offenbar die ­nötigen Sponsoren. Manager Tommaso Longo wehrt sich: «Wir be­fehlen ­keiner Miss, ihren Job aufzugeben. Wie gross ihr Einsatz ist, ent­scheidet ­jede selbst.»

Für Nuri hatte das Amtsjahr einen andern Wert: «Ich habe endlich die Scheu abgelegt, die ich im Heim entwickelt hatte.» Als sie 14 war, erdrosselte ihr Vater ihre Mutter im Keller – seither sitzt er im Gefängnis. Dank der Krone konnte Nuri sich von der Geschichte befreien und ein Versprechen einlösen: «Immer, wenn meine Mutter wegen meinem Vater weinte, versprach ich ihr: Wenn ich gross bin, ­hole ich dich hier raus, wir ­legen die Kopftücher ab und fahren zur Freiheitsstatue.» Letzte Woche war Nuri in New York und liess sich von ihrem Freund als Miss Liberty vor der Freiheitsstatue fotografieren.

Prügelei: Treffen

Zuletzt sorgte Nasanin ­Nuri wegen einer Prügelei für Schlagzeilen. Gegenüber

20 Minuten dementiert sie die Geschichte, wonach ­eine Unbekannte sie angezeigt habe. Nuri sieht sich nach wie vor als Opfer: «Sonst würde diese 29-jährige, mir bisher unbekannte Frau nicht um eine Aussprache ­bitten.» Das Treffen soll in den nächsten Wochen in Anwesenheit der Polizei stattfinden.

Deine Meinung