Kronprinzessin Masako sagt Hochzeitseinladung ab
Aktualisiert

Kronprinzessin Masako sagt Hochzeitseinladung ab

Wegen ihrer anhaltenden gesundheitlichen Probleme muss die japanische Kronprinzessin Masako eine Hochzeitseinladung des Sultans von Brunei ausschlagen.

Masako werde nicht gemeinsam mit ihrem Mann Naruhito am 9. September zu der Hochzeit von Al Muhtadee Billah, dem ältesten Sohn des Sultans, reisen, gab der kaiserliche Palast in Tokio am Freitag bekannt. Die Ärzte hätten der Kronprinzessin von Auslandsreisen abgeraten, hiess es.

Masako leidet nach offiziellen Angaben an einer Anpassungsstörung, einem Leiden, das häufig durch Stress und Druck ausgelöst wird. Die 40-Jährige geht schon seit Dezember keinen öffentlichen Pflichten mehr nach. Häufige Symptome einer Anpassungsstörung sind depressive Verstimmungen und Angst.

Die Prinzessin hatte schon mehrfach angedeutet, dass sie Probleme habe, sich dem Leben im Palast anzupassen. Die Harvard-Absolventin hatte 1993 eine vielversprechende Karriere beim Aussenministerium aufgegeben und Kronprinz Naruhito geheiratet. In ungewöhnlich deutlichen Worten hatte dieser vor kurzem kritisiert, es gebe Bestrebungen innerhalb des Palastes, den Charakter seiner Frau zu ignorieren, indem ihre Aktivitäten eingeschränkt würden. Auch die öffentlichen Forderungen nach einem männlichen Erben hätten seine Ehefrau erschöpft. Das Paar hat eine zweieinhalb Jahre alte Tochter, Prinzessin Aiko, nach geltendem Recht haben Mädchen jedoch keinen Anspruch auf den Chrysanthemen-Thron. (dapd)

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