World Cup in Toronto: Kruegers Europa-Auswahl ist auf Kurs
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World Cup in TorontoKruegers Europa-Auswahl ist auf Kurs

Das Team Europa mit Schweizer Beteiligung kommt beim prestigeträchtigen World Cup in Toronto bereits zum zweiten Sieg.

von
fal
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Sonntag, 25. September 2016Die Europa-Auswahl mit Mark Streit (r.) folgt Kanada in den Final.

Sonntag, 25. September 2016Die Europa-Auswahl mit Mark Streit (r.) folgt Kanada in den Final.

FreshFocus/Ludvig Thunman
Samstag, 24. September 2016Kanada schlägt Russland 5:3 und steht im Final.

Samstag, 24. September 2016Kanada schlägt Russland 5:3 und steht im Final.

/Bruce Bennett
Donnerstag, 22. September 2016Die Russen vertreiben in der Gruppe B die Nordamerika-Auswahl vom 2. Rang: Der Russe Artem Anisimov (links) im Zweikampf mit dem Finnen Patrik Laine. (22. September 2016)

Donnerstag, 22. September 2016Die Russen vertreiben in der Gruppe B die Nordamerika-Auswahl vom 2. Rang: Der Russe Artem Anisimov (links) im Zweikampf mit dem Finnen Patrik Laine. (22. September 2016)

AFP/tom Szczerbowski

Das Team Europa mit Roman Josi, Mark Streit und Nino Niederreiter bezwingt am World Cup in Toronto nach den USA (3:0) auch Tschechien (3:2 n.V.) und macht einen grossen Schritt in Richtung Halbfinals. Das entscheidende Tor erzielte in der 63. Minute der Deutsche Leon Draisaitl, der schon gegen die USA getroffen hatte. In der regulären Spielzeit war die aus acht Nationen zusammengestellte Europa-Auswahl dank Zdeno Chara (31.) und Mats Zuccarello (43.) zweimal in Führung gegangen, Jakub Voracek (34.) sowie Martin Hanzal im Powerplay (49.) glichen für Tschechien jeweils aus.

Die Europa-Auswahl war mit dem 1:1 nach 40 Minuten schlecht bedient. Vor allem im zweiten Drittel (Schussverhältnis 21:9) zeigte sie eine starke Leistung. Allerdings präsentierte sich der tschechische Keeper Petr Mrazek mit Ausnahme des Fehlgriffs beim 1:2 in bestechender Form. Leidtragender davon war auch Roman Josi, der in der 42. Minute aus bester Position am spektakulär parierenden Mrazek scheiterte. Schon kurz vor der zweiten Pause hatte der Berner Verteidiger eine Topchance vergeben. Keine gute Figur machte er hingegen beim 1:1.

Prädikat Weltklasse

Josi wurde während mehr als 28 Minuten eingesetzt und erhielt damit deutlich am meisten Eiszeit. Von Krueger erhielt er das Prädikat Weltklasse. «Er ist unsere Führungsperson», sagte der langjährige Schweizer Nationaltrainer. Mark Streit trug in der Verlängerung nicht unwesentlich zum Siegtor bei und zeigte erneut eine solide Leistung. Nino Niederreiter hingegen konnte keine grossen Akzente setzen, was auch an seiner Rolle liegt. Immerhin spielte er diesmal mehr als zehn Minuten. Luca Sbisa war erneut überzählig.

Wer nach zwei Partien auf fünf Punkte für das Team Europa gewettet hätte, hätte mit Sicherheit einen grossen Gewinn eingestrichen. Für Krueger sind die zwei Siege jedoch keine Überraschung. «Wir glaubten immer daran. Ich wusste, welches Potenzial in diesem Team steckt. Es ist eine ehrliche Gruppe.» Er sei so stolz, wie die Spieler in den zwei Wochen zusammengefunden hätten. Sie hätten nach dem Sieg gegen die USA nicht nachgelassen und ein noch besseres Spiel gezeigt.

Mehr zweite Chancen kreieren

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, ist es das Powerplay. In Überzahl gelang trotz insgesamt zehn Möglichkeiten noch kein Tor. Gegen die Tschechen schaute selbst während einer 63 Sekunden dauernden doppelten Überzahl nichts Zählbares heraus. Krueger hat diesbezüglich keine Panik, da gegen Tschechien 19 Torschüsse im Powerplay abgefeuert wurden. Sie müssten jedoch mehr zweite Chancen kreieren, würden vor dem Tor nicht genug Druck entwickeln, erklärte Krueger.

Die Europa-Auswahl befindet sich nun in einer hervorragenden Ausgangslage. Verlieren die USA gegen Topfavorit Kanada, steht die Krueger-Equipe im Halbfinal. Ansonsten kommt es in der Nacht auf Donnerstag zum Showdown gegen die Kanadier. Was ist noch möglich? «Alles», sagte Krueger. «Wir sind noch nicht fertig.»

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