Sonderaustellung: Krumme Schnäbel und spitze Krallen im Museum
Aktualisiert

SonderaustellungKrumme Schnäbel und spitze Krallen im Museum

Eine neue Ausstellung im Naturmuseum Luzern zeigt vom 17. Mai bis am 16. November einheimische Greifvögel und Eulen. Die Hälfte der 22 Vogelarten ist vom Aussterben bedroht.

von
cza

Sie sind die Könige der Lüfte: Greifvögel gelten als scharfsichtige und erfolgreiche Jäger. Doch wer an der Spitze der Nahrungskette steht, ist umso verletzlicher. «Man hat immer das Gefühl, dass Greifvögel Tiere sind, die sich sehr gut wehren können. Doch sie sind gegenüber vielen Einflüssen machtlos», sagt Britta Allgöwer, Direktorin des Natur-Museums Luzern. «Nebst der Bedrohung ihrer Lebensräume sind Vergiftungen innerhalb der Nahrungskette ein grosses Problem», so Allgöwer.

Mit der Sonderausstellung soll den Besuchern aufgezeigt werden, dass viele dieser Jagdvögel in der Schweiz gefährdet sind. Ein Beispiel ist der Bartgeier, der auch an der Ausstellung zu bestaunen sein wird. Dieser wurde im frühen 20. Jahrhundert in den Alpen vollständig ausgerottet. Im nächsten Jahr soll er wieder in der Zentralschweiz angesiedelt werden (20 Minuten berichtete).

An der Ausstellung «Krummer Schnabel, spitze Krallen - Greifvögel und Eulen» wird noch weitere Vogel-Prominenz zu begutachten sein: So etwa die Waldohreule, der Vogel des Jahres 2014.

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