Schweizer in Fahrt: Krummenacher Schnellster im Regen
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Schweizer in FahrtKrummenacher Schnellster im Regen

Starke Schweizer am ersten Trainingstag zum Motorrad-GP von Italien: Tom Lüthi erreicht in Mugello bei trockenen Bedingungen Rang 3, Randy Krummenacher fährt im Regen Bestzeit.

Nach drei enttäuschenden Rennen mit den Rängen 19 (Termas de Rio Hondo/Arg) , 10 (Jerez/Sp) und 8 (Le Mans/Fr) will der aktuelle WM-Sechste Tom Lüthi in Mugello endlich wieder einmal vorne mitfahren, am liebsten aufs Podest. «Das ist mein Anspruch, Ränge um die Top Ten genügen da einfach nicht», erklärte der 125er-Weltmeister von 2005, der auf der 5,245 km langen hügeligen, Strecke schon dreimal auf dem Podest gestanden hat.

Dank neuem Material mit einem etwas steiferen Chassis von Motorrad-Hersteller Suter reichte es Lüthi am Morgen zu Rang 3. Bis wenige Sekunden vor Ende führte der 27-jährige Emmentaler die Zeitenliste noch an, bis er von den beiden Kalex-Fahrern Esteve Rabat und Sandro Cortese überholt wurde. «Die Neuerungen wirkten sich positiv aus. Aber bis alles stimmt, haben wir noch viel Arbeit vor uns.»

Aegerter fühlt sich noch nicht wohl in Mugello

Gar nicht auf Touren kam der WM-Vierte Dominique Aegerter, der mit fast zwei Sekunden Rückstand nur auf Rang 25 klassiert war, sechs Plätze vor seinem Teamkollegen Robin Mulhauser. «Das Vorderrad macht mir noch einige Probleme, aber auch die Strecke hier liegt mir nicht besonders», sagte der 23-jährige Oberaargauer. Das hatte er auch vor einem Monat über die Strecke in Jerez gesagt – und wurde im Rennen dann Zweiter.

Krummenacher machte im Regen alle nass

Ein Highlight setzte es für Randy Krummenacher ab. Der 23-jährige Zürcher Oberländer, der die ersten fünf WM-Rennen mit Material vom letzten Jahr fahren musste, erzielte am Nachmittag auf nasser Piste die Bestzeit. Nach dem Update seiner Suter-Maschine auf den diesjährigen Standard, strahlte Krummenacher wie ein kleines Kind: «Das ist mentales Benzin für meinen Kopf.» Die Antwort auf die Frage, wann er letztmals Trainingsschnellster war, kam wie aus der Pistole geschossen: «Das war 2011 in Silverstone. Auch da hats geregnet.» Im Rennen schaute dann Rang 11 heraus.

Übrigens ist es in dieser Saison erst das zweite Mal nach Tom Lüthi im dritten Training beim GP der USA, dass ein Schweizer eine Trainingsrangliste anführte. Die Regen-Ränge der übrigen Moto2-Schweizer waren 5 (Lüthi), 15 (Aegerter) und 31 (Mulhauser).

In der MotoGP lag lange Zeit Valentino Rossi auf Yamaha vorne, bis der neunfache Weltmeister, der am Sonntag seinen 300. GP bestreitet, noch von Weltmeister Marc Marquez überholt werden konnte. Vor einem Jahr war der WM-Leader im Training bei Tempo 338 km/h und im Rennen gestürzt. Alvaro Bautista (Sp) und Moto2-Champion Pol Espargaro (Sp) überstanden gestern zwei heftige Stürze unverletzt. (si)

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