Linz: Kruzifixe an der Wand – oder keine Subventionen
Aktualisiert

LinzKruzifixe an der Wand – oder keine Subventionen

Wenn an den Wänden der Linzer Kinderhorten nicht bald Kruzifixe hängen, droht der Verlust von Subventionen. Immerhin geht es um neun Millionen Euro.

Die österreichische ÖVP und SPÖ in Linz liegen seit einer Woche im Streit: Die ÖVP fordert, dass in allen Horten, Kindergärten und Krabbelstuben der Stadt Kruzifixe aufgehängt werden, so wie es das Kinderbetreuungsgesetz vorsieht. Die SPÖ hält wenig davon.

Wie gross müssen denn die Kruzifixe sein?

Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, geht es dabei um insgesamt 358 Kruzifixe, die gekauft werden müssten. «Jetzt wird wohl der Inspektor kommen, welchen uns Landesrat Viktor Sigl schickt», sagt Stadtrat Johann Mayr von der SPÖ. Aber es sei ja nicht einmal definiert, wie gross die Kruzifixe sein müssen, gibt sich Mayr abwartend.

Anders sieht es der zuständige Landesrat Viktor Sigl von der ÖVP. Das Prozedere sei standardisiert, behauptet er und droht: «Werden keine Kruzifixe aufgehängt, dann verlieren die Kinderbetreuungseinrichtungen ihren Rechtsanspruch.» Das könne die Stadt 9 Millionen Euro kosten: So viel zahle das Land für Kinderpädagoginnen in Linz, sagt Sigl.

(kle)

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