Kanton Zug: Krypto-Betrüger ergaunern über 700’000 Franken in Bitcoin
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Kanton ZugKrypto-Betrüger ergaunern über 700’000 Franken in Bitcoin

Im Kanton Zug haben Betrüger von Privatpersonen und Firmen hohe Summen in Kryptowährungen ergaunert. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

Betrüger ergaunerten in der Zentralschweiz über 700’000 Franken in Bitcoin.

Betrüger ergaunerten in der Zentralschweiz über 700’000 Franken in Bitcoin.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Im Kanton Zug treiben Betrüger ihr Unwesen und haben schon mehrere hunderttausend Franken erbeutet.

  • Dabei bedienen sie sich der sogenannten CEO-Masche.

  • Die Polizei mahnt dazu, misstrauisch zu sein.

Kryptowährungen sind in aller Munde und die Verlockung, zu investieren und vielleicht schöne Gewinne zu machen, ist gross. Doch auch Betrüger sind auf diesem Gebiet aktiv und versuchen immer wieder, Personen und Firmen zu Investitionen zu verleiten. Die Zuger Polizei bearbeitet derzeit mehrere Fälle, in denen Geschädigte Teil ihres Privatvermögens in Kryptowährung umgetauscht und an Betrüger überwiesen haben – dies in der Meinung, ihr Geld bei seriösen Plattformen in Kryptowährung anzulegen. Die Schadenssumme beläuft sich in diesen Fällen auf mehrere hunderttausend Franken. Allein in einem Fall ergaunerte eine unbekannte Täterschaft fast 500'000 Franken.

In einem weiteren Betrugsfall mit Kryptowährung wurde eine Firma Opfer von sogenannten CEO-Betrügern. Die unbekannte Täterschaft gab sich via Messenger-Dienst Telegram als CEO einer Firma aus und wies einen Mitarbeiter an, ihm Kryptowährung in der Höhe von rund 200'000 Franken zu beschaffen. Dieser kam der Aufforderung des angeblichen Chefs nach und wechselte die Summe. Erst nach der erfolgten Investition bemerkte der Mitarbeiter, dass der Benutzername und die E-Mail-Adresse gefälscht waren. Umgehend wurde die Polizei eingeschaltet.

«Gesundes Misstrauen ist angebracht»

Die Zuger Polizei rät zu einem «gesunden Misstrauen» und gibt folgende Tipps:

• Seien Sie generell vorsichtig bei Investitionen, nehmen Sie sich genügend Zeit und lassen Sie sich von seriösen und etablierten Banken oder Handelsplattformen für Kryptowährungen umfassend beraten.

• Googlen und informieren Sie sich über die verschiedenen Börsen. Lesen Sie Rezensionen sorgfältig durch - nicht nur auf der ersten Seite der Google-Recherche - und sprechen Sie mit erfahrenen Investoren, bevor Sie eine Anlage tätigen.

• Prüfen Sie vor einem Investment in Kryptowährung zudem die Bestimmungen und Geschäftsbedingungen der jeweiligen Handelsplattform genau.

Firmen gibt die Polizei ebenfalls Ratschläge:• Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden und machen Sie die Betrugsmasche in Ihrem Unternehmen bekannt.

• Verifizieren Sie Zahlungsaufforderungen und Investitionsanweisungen. Nutzen Sie dazu zwingend einen zweiten Kommunikationskanal. Am sichersten ist ein persönliches Telefongespräch und direkte Rückfragen beim Auftraggeber, wie beispielsweise dem CEO.

(trx)

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