Crash: Kryptowährungen stürzen ab – Bitcoin 15 Prozent im Minus 
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CrashKryptowährungen stürzen ab – Bitcoin 15 Prozent im Minus 

In der Nacht auf Donnerstag haben zahlreiche Kryptowährungen stark an Wert verloren. Ein Bitcoin kostet so viel wie zuletzt vor 17 Monaten.

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Der Kurs von Bitcoin ist im Sinkflug.

Der Kurs von Bitcoin ist im Sinkflug.

REUTERS
Am Donnerstagmorgen war ein Bitcoin noch 27’000 Dollar wert.

Am Donnerstagmorgen war ein Bitcoin noch 27’000 Dollar wert.

AFP
Digitalwährungen gelten als sehr riskant.

Digitalwährungen gelten als sehr riskant.

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Darum gehts

  • Für Kryptowährungen gibt es derzeit nur eine Richtung – nach unten.

  • Bitcoin hat seit November fast mehr als 50 Prozent an Wert verloren.

  • Auch andere Kryptowährungen sind stark unter Druck.

Böses Erwachen für Kryptofans am Donnerstagmorgen: In der Nacht verlor ein Bitcoin fast 15 Prozent an Wert. Noch schlimmer sieht es beim zweitgrössten Kryptocoin Ethereum aus: Dort verlor der Kurs an über 20 Prozent. Seit dem Allzeithoch im November haben die beiden grössten Coins mehr als 50 Prozent an Wert verloren. Auch Meme-Coins wie Dogecoin sind tief im Minus. Dieser verlor in den letzten 24 Stunden 31 Prozent an Wert.

Analystinnen und Analysten erklärten die Entwicklung mit der Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg, den harten Corona-Einschränkungen in China und mit der Leitzinserhöhung in den USA – sie macht konventionelle Anlagen im Vergleich attraktiver. Digitalwährungen gelten als sehr riskant.

Auch andere Kryptowährungen sind bei den Anlegern in Ungnade gefallen. Das Gesamtvolumen der Digitalwährungen sei von 3000 Milliarden Dollar auf etwas mehr als 1500 Milliarden Dollar gesunken, erklärte die Seite Coingecko, die mehr als 13’000 Digitalwährungen beobachtet. 

Zentralafrika setzt auf Bitcoin

Für Zentralafrika kommt der Absturz zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Die Republik, laut Vereinten Nationen eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, erlaubt die Kryptowährung Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel. Der Staat ist abhängig von internationaler Hilfe und befindet sich seit neun Jahren im Bürgerkrieg. Da zudem nur etwa jeder zehnte Einwohner Zugang zu Internet oder Strom hat, stellt sich für viele die Frage, was die Regierung mit dem Schritt beabsichtigt.

So wurde der Verdacht laut, dass Bangui auf diese Weise dubiose Transaktionen erleichtern möchte. Die UNO, westliche Staaten und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGO) hatten der Regierung zuletzt vorgeworfen, die Zentralafrikanische Republik Russland und dessen Söldnern von der berüchtigten Wagner-Gruppe ausgeliefert zu haben. Im Tausch für Rohstoffe soll es militärische Hilfe gegen die Rebellen im Land geben.

(DPA/AFP/fur)

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