Militärparade: Kuba feiert Sieg über die USA
Aktualisiert

MilitärparadeKuba feiert Sieg über die USA

Kubas kommunistische Einheitspartei hält einen Reformkongress ab. Als Auftakt wird aber erst mal der 50. Jahrestag der Vertreibung der Exilkubaner aus der Schweinebucht zelebriert.

Kuba feiert sich heute mit einer Militärparade (Bilder der Proben).

Kuba feiert sich heute mit einer Militärparade (Bilder der Proben).

Mit einer grossen Militärparade hat Kuba am Samstag des Sieges seiner Streitkräfte über eine US-gesteuerte Gegenrevolution vor 50 Jahren gedacht. Zwischen dem 17. und 19. April 1961 hatten die Kubaner in der Schweinebucht eine Invasion von Exilkubanern zurückgeschlagen.

Die Exilkubaner hatten den Auftrag, die kommunistische Revolution zu beenden. Die Parade wurde von Präsident Raúl Castro und anderen Führungspersönlichkeiten aus Partei und Regierung angeführt. Revolutionsführer Fidel Castro nahm nicht an der Veranstaltung teil.

Die Militärparade war der feierliche Auftakt zum VI. Kongress der Kommunistischen Partei Kubas. Angeführt wurde sie unter anderem von tausenden Kindern und Senioren, die auf Plakaten ihre Verbundenheit mit dem Sozialismus demonstrierten.

Sozialismus bleibt die Maxime

«Niemals werden wir unsere Verteidigung vernachlässigen», rief die Vorsitzende der Universitätsstudenten, Maydel Gómez, in einer Ansprache. Sie bezeichnete den Umzug als einen «gigantischen Beweis der Unterstützung für die Revolution und den Sozialismus».

Beim bis zum Dienstag dauernden Parteitag sollen die im vergangenen Jahr eingeläuteten Wirtschaftsreformen gebilligt werden. Zudem sollen die rund 1000 Delegierten eine neue Parteiführung wählen, an deren Spitze zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert nicht mehr Fidel Castro stehen wird.

Raúl Castro seit 2006 an der Macht

Auch in dieser Funktion wird Raúl seinen fünf Jahre älteren Bruder beerben, der ihm krankheitsbedingt im Sommer 2006 die Führungsämter in Staat und Regierung übergeben hatte.

Fidel Castro hatte im vergangenen November erstmals erklärt, nicht mehr Erster Sekretär der Partei zu sein. Sein Bruder und Nachfolger Raúl hatte bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass Kuba ein sozialistisches Land bleiben werde. Nach seinen Worten sollen die «Aktualisierungen» den Sozialismus stärken. (sda)

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