US-Senator über Inselstaat: «Kuba unterstützt keine Terroristen mehr»
Aktualisiert

US-Senator über Inselstaat«Kuba unterstützt keine Terroristen mehr»

Um das Verhältnis zwischen der USA und Kuba zu verbessern, will das US-Aussenministerium den Inselstaat von der Liste der Terrorismus-Unterstützer streichen.

US-Senator Ben Cardin sagt, die Entfernung Kubas von der Schwarzen Liste helfe dem Verhältnis zur USA.

US-Senator Ben Cardin sagt, die Entfernung Kubas von der Schwarzen Liste helfe dem Verhältnis zur USA.

Nach einer mehrmonatigen Prüfung empfehle das US-Aussenministerium Kuba von der Liste der Terror-Unterstützer nehmen, erklärte der Senator Ben Cardin am Donnerstag in Washington. Dies «ein wichtiger Schritt in Richtung unserer Bemühungen, ein fruchtbareres Verhältnis zu Kuba aufzubauen», sagte Cardin. Er ist der führende Demokrat im Ausschuss für internationale Beziehungen im US-Senat.

Cardins Sprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP auf Nachfrage, der Senator sei über diese Entscheidung informiert worden. Eine offizielle Mitteilung der Regierung lag vorerst nicht vor.

US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag bei einem Besuch in Jamaika gesagt, das US-Aussenministerium habe die Prüfung dieser Frage abgeschlossen. Er werde sich allerdings erst offiziell dazu äussern, wenn er die Empfehlungen vorliegen habe.

Treffen mit Castro möglich

Obama hatte im Dezember eine grundlegende Neuausrichtung der Politik der USA gegenüber Kuba eingeleitet. Die Frage, ob die USA Kuba von der Liste der Terrorunterstützer streicht, ist ein heisses Eisen bei der Normalisierung der Beziehungen. Kuba pocht auf eine Entfernung.

Die kommunistisch regierte Karibikinsel wurde 1982 auf die Liste gesetzt, auf der auch Iran, Syrien und Sudan stehen. Obama ordnete eine Überprüfung an. Sollte er Kuba von der Liste streichen, würde dies unter anderem den Weg für die Wiedereröffnung von Botschaften ebnen, die seit 54 Jahren geschlossen sind.

Obama reiste inzwischen nach Panama, wo er an einem Gipfel mit lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs teilnehmen soll. Dabei soll er auch Kubas Präsidenten Raul Castro treffen. (sda)

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