Aktualisiert

Kuba zieht Resolution zu Guantánamo-Bay zurück

Kuba hat am Donnerstag seine Resolution zur Menschenrechtslage der Gefangenen auf dem US-Militärstützpunkt Guantánamo in der UNO-Menschenrechtskommission zurückgezogen.

Sie betraf die Menschenrechtslage der etwa 660 Gefangenen auf dem US- Militärstützpunkt Guantánamo in Kuba.

Der Vertreter Kubas sagte, die USA hätten Druck auf auf die MRK- Mitglieder ausgeübt, gegen die Resolution zu stimmen. Der Vertreter Deutschlands begrüsste seinerseits den Entscheid Kubas, «auf eine Abstimmung zu verzichten».

Die Lage der rund 660 Gefangenen auf Kuba soll an der Jahressitzung der MRK im kommenden Jahr diskutiert werden. Laut den USA handelt es sich bei den Gefangenen um mutmassliche Mitglieder der Taliban oder des El-Kaida-Terrornetzwerks.

Die US-Berhörden verweigern den Häftlingen den Status von Kriegsgefangenen. Einige von ihnen sind seit mehr als zwei Jahre ohne Anklageerhebung in Haft. Die meisten haben keinerlei Rechtsbeistand.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.