Aktualisiert 14.09.2018 06:48

«Habe alles darangesetzt»

Küblböcks Vater wollte Kreuzfahrtreise verhindern

Offenbar hat Günther Küblböck versucht, seinem Sohn Daniel das Reisevorhaben auszureden. Das geht aus einem neuen Statement der Familie hervor.

von
chi
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Sänger Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna verschwunden.

Sänger Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna verschwunden.

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Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003.

Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003.

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Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit.

Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit.

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Nach Daniel Küblböcks Sprung von einem Kreuzfahrtschiff vor der Ostküste Kanadas meldete sich seine Familie zu Wort. Auf der Website des ehemaligen DSDS-Stars veröffentlichten Küblböcks Angehörige ein bewegendes Statement.

Daniel sei nicht depressiv, doch habe er seit kurzem psychische Probleme gehabt, «die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann». So wird Günther Küblböck, Daniels Vater, zitiert.

Vater schliesst geplanten Suizid aus

«Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschliessen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte, sein Leben zu beenden», so der Vater weiter. Den Sprung über Bord müsse sein Sohn in einem «Ausnahmezustand» getan haben, «ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird».

Aufgrund von Daniels Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt habe, seien die Angehörigen in grosser Sorge gewesen. «Ich habe alles darangesetzt, diese Reise zu verhindern», so Günther Küblböck. Nachdem dies gesetzlich nicht möglich gewesen sei, habe er die Schiffscrew darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu werfen.

Immer auf männliches Auftreten geachtet

Den Wunsch, eine Frau zu sein, habe Daniel seit seiner Jugend nicht einmal ansatzweise erwähnt. Im Gegenteil habe er in den letzten Jahren immer auf ein männliches Auftreten geachtet. Sein Zustand habe sich massiv durch die Vorbereitung auf die Frauenrolle verändert, die er zum Abschluss an der Schauspielschule eingeübt habe.

Das Statement schliesst mit den Worten: «Daniel war ein liebenswerter und vielschichtiger Mensch. Wir bitten die Medien, das zu respektieren und seinen Nachruf entsprechend zu wahren. Danke.»

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)

Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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