Aktualisiert 11.01.2012 03:00

Wegen KurzschlussKüchenbrand zerstört ganze Wohnsiedlung

Weil ein Feuer in einer Kochnische ausbrach, brannte in Peru ein ganzes Quartier nieder: Über 250 Häuser fielen den Flammen zum Opfer, hunderte Menschen wurden obdachlos.

von
dga

Aus Kleinbrand wird eine Flammenhölle - wie das Feuer in einem Wohnviertel in Chimbote wütete. (Quelle: AP Television)

In einer Wohnsiedlung in der westperuanischen Küstenstadt Chimbote brach am Montag vermutlich in der Küche einer der zahlreichen hüttenartigen Unterkünfte ein Feuer aus. Mehrere Gaskanister barsten, innert kürzester Zeit griffen die Flammen auf umliegende Häuser über, berichteten örtliche Medien.

Einige Bewohner versuchten in letzter Sekunde ihre Habseligkeiten vor den Flammen zu retten. Andere zerlegten ihre Hütten, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers einzudämmen, wie im obigen Video zu sehen ist. Rund 250 Domizile fielen den Flammen zum Opfer, 350 Familien wurden obdachlos und mehrere Personen verletzt, teilten die Behörden mit.

Hunderte verbrachten die Nacht im Freien oder in abgebrannten Autowracks. Rettungskräfte brachten Zelte, Matratzen, Decken und Wasserkanister. Wegen der grossen Zahl Betroffener würden die Hilfsgüter knapp, sagte Einsatzleiter Luis Regal. Die Polizei vermutet, dass der Brand durch einen Kurzschluss verursacht worden sei. Zahlreiche Domizile weisen defekte Elektroinstallationen auf. Es handelt sich in der Region um den grössten Brand seit 50 Jahren.

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