Ostschweiz: Kühe für Hochzeits-Spass farbig angemalt
Aktualisiert

OstschweizKühe für Hochzeits-Spass farbig angemalt

René Gigers Kühe waren plötzlich pink und blau statt braun. Seine Kollegen hatten den Bräutigam so überraschen wollen.

von
jeh
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Dieses Bild der Kuh Adora schoss Leser-Reporter Daniel Keller am Samstag.

Dieses Bild der Kuh Adora schoss Leser-Reporter Daniel Keller am Samstag.

Leser-Reporter
Gämsli wurde mit einem Herz und den Buchstaben R und K verziert. Sie stehen für René und Karin - dem frisch verheirateten Ehepaar.

Gämsli wurde mit einem Herz und den Buchstaben R und K verziert. Sie stehen für René und Karin - dem frisch verheirateten Ehepaar.

zVg
Kalb Gloria wurde Ladina aufgemalt - den Namen der Tochter von René Giger.

Kalb Gloria wurde Ladina aufgemalt - den Namen der Tochter von René Giger.

zVg

Als Daniel Keller am Samstag auf einer Alp oberhalb von Unterterzen am Walensee unterwegs war, entdeckte er plötzlich mehrere farbig angemalte Kühe. «Das fiel natürlich auf und sah super aus», so Keller, der sofort ein Foto schoss. Wie er kurz darauf erfuhr, sei dies ein Spass, den sich einigen Kollegen eines Bräutigams ausgedacht haben.

Dieser Bräutigam ist René Giger. Er wohnt in Unterterzen und hütet die Kühe auf der Alp. «Ich habe am Samstag geheiratet und einige meiner Kollegen haben sich diesen Spass erlaubt», sagt der 33-Jährige. Während er also seine Hochzeit im Tal feierte, bemalten seine Kollegen auf der Alp die Kühe von Giger. Als ihm die Bilder seiner bunten Kühe gezeigt wurden, war die Überraschung gross.

«Farbe abwaschen»

«Das ist eine sehr lustige Aktion und ich habe mich sehr amüsiert», sagt der frisch verheiratete Bauer. Die Kuh, die Daniel Keller fotografiert hat, heisst Adora und ist nicht die Einzige, die einen Farbklecks abbekommen hat. Gämsli wurde zum Beispiel mit einem Herz verziert, das die Buchstaben R und K zeigt – für René und seine Frau Karin. Durch kräftiges Schruppen gehe die Farbe auf den Tier allmählich weg.

Kantonstierarzt Albert Fritsche erkennt auf den Bild der angemalten Kuh von Daniel Keller keine Verletzung des Tierschutzgesetzes. Eine solche liege vor, wenn dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. «Aber auch wenn es in Angst versetzt oder erniedrigt wird, wenn tief greifend in sein Erscheinungsbild oder seine Fähigkeiten eingegriffen oder es übermässig instrumentalisiert wird», so Fritsche. Vom Bauern erwartet der Kantonstierarzt aber, dass die Farbe «innert nützlicher» Frist wieder abgewaschen wird.

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