Aktualisiert 24.07.2019 16:05

Bannalp NW

Kühe trampeln Hund zu Tode – Wanderer verletzt

Mutterkühe haben einen Hund zu Tode getrampelt, der mit einer Gruppe Wanderer unterwegs war. Sie wollten offenbar ihre Kälber schützen.

von
gwa
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Zwischen Bannalp und Schonegg ist ein Hund von einer Kuhherde totgetrampelt und sein Halter verletzt worden.

Zwischen Bannalp und Schonegg ist ein Hund von einer Kuhherde totgetrampelt und sein Halter verletzt worden.

Google Street View
Zwei Hundehalter und zwei weitere Personen waren gemeinsam auf einer Wanderung, als sich die Kuhherde den Wanderern bedrohlich näherte.

Zwei Hundehalter und zwei weitere Personen waren gemeinsam auf einer Wanderung, als sich die Kuhherde den Wanderern bedrohlich näherte.

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Die Wanderer beschlossen, ihre Hunde, von denen sich die Mutterkühe und Kälber offensichtlich angegriffen fühlten, von der Leine zu nehmen, damit sie fliehen können.

Die Wanderer beschlossen, ihre Hunde, von denen sich die Mutterkühe und Kälber offensichtlich angegriffen fühlten, von der Leine zu nehmen, damit sie fliehen können.

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Ein Älpler hat sich am Dienstag bei der Kantonspolizei Nidwalden gemeldet: Seine Mutterkuhherde sei aufgebracht und in der Nähe liege ein regungsloser Hund. Wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilte, passierte der Vorfall zwischen Bannalp und Schonegg – und zwar bereits am Montag, wie Abklärungen ergeben haben.

So seien zwei Hundehalter und zwei weitere Personen dort auf einer Wanderung gewesen. «Dabei querten sie die besagte Alpweide, bei der eine Tafel auf den Mutterinstinkt der Kühe hinweist», heisst es in der Mitteilung. Und weiter: «Als sich die Viehherde den Wanderern bedrohlich näherte, beschlossen sie, ihre Hunde, von denen sich die Mutterkühe und Kälber offensichtlich angegriffen fühlten, von der Leine zu nehmen, damit sie fliehen können.»

Verletzungen am ganzen Körper

Einer der Halter konnte jedoch die Leine nicht rechtzeitig lösen und kam samt Hund unter die Herde. Der Mann konnte sich auch «dank dem beherzten Eingreifen des anderen Hundehalters befreien». Gemeinsam mit seinen Begleitern floh er danach und konnte sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben. «Dabei wurden Verletzungen am ganzen Körper festgestellt, er konnte das Spital am Folgetag jedoch wieder verlassen.» Der Hund jedoch hat den Vorfall nicht überlebt.

«Die polizeilichen Abklärungen haben ergeben, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt kein Verdacht auf eine Strafbegehung vorliegt», schreibt die Kapo Nidwalden weiter. Nach Bekanntwerden des Vorfalls haben die Wanderwegverantwortlichen der Gemeinde Wolfenschiessen den Wanderweg von der Bannalp zur Bannalper Schonegg aus Sicherheitsgründen und zur Beruhigung der Viehherde bis auf Weiteres gesperrt. Die Gemeinde steht zwecks weiterem Vorgehen in Kontakt mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft.

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