Logistik: Kühne&Nagel wieder auf Wachstumskurs
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LogistikKühne&Nagel wieder auf Wachstumskurs

Nach fünf rückläufigen Quartalen in Folge ist der Logistikkonzern Kühne&Nagel zu Jahresbeginn mit dem wieder anziehenden Welthandel auf den Wachstumspfad zurückgekehrt.

Der Umsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2010 wegen tieferen Margen allerdings stärker als der Gewinn.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) ging sogar leicht von 230 Mio. auf 228 Mio. Fr. zurück, wie Kühne&Nagel am Montag mitteilte. Der Reingewinn stieg hingegen um 2,3 Prozent auf 131 Mio. Franken.

Der Umsatz erhöhte sich um 7,3 Prozent auf 4,604 Mrd. Franken, wozu insbesondere die Trendwende in der Seefracht und die klar verbesserte Lage in der Luftfracht beitrugen.

Allerdings stagnierte der Rohertrag, welcher in der Logistikbranche als bessere Messgrösse angesehen wird, bei 1,442 Mrd. Franken (Vorjahr: 1,444 Mrd. Franken). Der Rohertrag ist angesichts schwankender Frachtraten weniger volatil als der Umsatz.

«Die konjunkturelle Erholung und die im Vorjahr eingeleiteten Massnahmen führten unser Unternehmen im ersten Quartal 2010 auf einen klaren Wachstumskurs zurück», erklärte Konzernchef Reinhard Lange in der Mitteilung.

Er sei zuversichtlich, das Ziel eines profitablen, über dem Markt liegenden Wachstums in allen Geschäftsbereichen erreichen zu können. 2009 hatte Kühne&Nagel noch einen Gewinn- und Umsatzeinbruch von je rund einem Fünftel erlitten.

(sda)

Vulkanausbruch stört Luftfracht-Geschäft von Kühne&Nagel

Der paralysierte Luftverkehr in Europa bereitet dem Logistikkonzern Kühne&Nagel Probleme. Gestört wird namentlich der Transport zwischen Asien und Europa.

«Die Fracht bleibt stehen», sagte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Kühne&Nagel habe wegen des «Rückstaus» bereits zusätzliche Lagerfläche in Asien mieten müssen.

Das Unternehmen versuche natürlich auch, die Waren über andere Routen zu transportieren, beispielsweise via Südeuropa. Um Zahlen zu den Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis zu nennen, sei es noch zu früh, sagte die Sprecherin.

Analyst Michael Foeth von der Bank Vontobel rechnet gemäss der Finanznachrichtenagentur AWP mit einer Schmälerung des Reingewinns im 2010 um bis zu 1 Prozent. (sda)

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