Fall wird neu aufgerollt: Kümmert sich bald das FBI um Kampusch?
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Fall wird neu aufgerolltKümmert sich bald das FBI um Kampusch?

Der Fall Kampusch findet kein Ende. Er soll neu aufgerollt werden, empfiehlt ein Untersuchungsausschuss. Jetzt soll sich das FBI darum bemühen, Licht in das Dunkel zu bringen.

von
jam
Das Entführungsopfer Natascha Kampusch trat nach ihrer Flucht mehrfach im ORF auf.

Das Entführungsopfer Natascha Kampusch trat nach ihrer Flucht mehrfach im ORF auf.

Über sechs Jahre ist es her, dass der Fall des Entführungsopfers Natascha Kampusch durch die Medien ging. Acht Jahre hatte das Mädchen Pein und Not erlitten, nachdem es 1998 von Wolfgang Priklopil entführt worden und in seinem Kellerverlies eingesperrt war - wie es damals hiess. Doch an der Geschichte, wie sie damals erzählt wurde, gab es immer wieder Zweifel.

Jetzt soll der Fall neu aufgerollt werden, wie ein Untersuchungsausschuss empfiehlt. Das berichtet der Sender ORF auf seiner Homepage. Als zusätzliche Empfehlung ergeht vom Vorsitzenden Werner Amon von der Österreichischen Volkspartei ÖVP der Vorschlag, ausländische Ermittlungskräfte beizuziehen - zum Beispiel FBI-Spezialisten.

In mehrmonatiger Arbeit hat der Ausschuss vor allem zwei Fragen zu klären gehabt: Ob die Ermittler mit der nötigen Sorgfalt am Werk waren und ob die wesentlichen Fragen gestellt und geklärt wurden. Diese beiden Fragen müssten mit einem klaren «Nein» beantwortet werden, zog Amon Bilanz.

Die zahlreichen Ungereimtheiten im Fall Kampusch sind von 20 Minuten Online im Februar 2012 in einer mehrteiligen Serie aufgerollt worden.

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