Wegen Sprachvorschriften: «Kündet euer Konto» – Junge SVP wettert gegen die «Woke UBS»

Publiziert

Wegen Sprachvorschriften«Kündet euer Konto» – Junge SVP wettert gegen die «Woke UBS»

Die Jungpartei schiesst in einer Medienmitteilung scharf gegen die Grossbank, die ihrer Ansicht nach die «intolerante und zu Gewalt neigende Woke-Kultur» unterstützt. 

von
Dominik Fischer
1 / 3
Die Junge SVP ruft zum Boykott der UBS auf und hat ihr eigenes Konto bei der Grossbank aufgelöst. 

Die Junge SVP ruft zum Boykott der UBS auf und hat ihr eigenes Konto bei der Grossbank aufgelöst. 

Junge SVP
In der Medienmitteilung wettert die Jungpartei auch gegen «Transgender-Ideologen» und das Verhältnis der UBS zur Pride. 

In der Medienmitteilung wettert die Jungpartei auch gegen «Transgender-Ideologen» und das Verhältnis der UBS zur Pride. 

20min/Taddeo Cerletti
Die UBS kommentiert den Boykott-Aufruf auf Anfrage von 20 Minuten nicht. 

Die UBS kommentiert den Boykott-Aufruf auf Anfrage von 20 Minuten nicht. 

20min/Marco Zangger

Darum gehts

Die Junge SVP ruft zum Boykott der UBS auf. Sie selbst hat ihr Konto bei der Grossbank gekündet und ruft «alle juristischen und natürlichen Personen in der Schweiz dazu auf, ihre UBS-Konten ebenfalls aufzulösen». Grund dafür: Die UBS habe interne Sprachvorschriften erlassen, die eine genderneutrale Kommunikation garantieren sollten. In dem Dokument seien zudem «maskulin kodierte Wörter» aufgelistet, die in Zukunft zu vermeiden seien. Dazu gehörten «Machowörter» wie «active», «challenge» und «objective».

Rundumschlag gegen Pride, «Layla»-Verbot und mehr

Als «abstruse und schädliche Woke-Vorschriften» bezeichnet dies die Junge SVP. Zudem kritisiert die Jungpartei die Unterstützung der Pride-Demonstration durch die «Woke-Apostel» der UBS und stört sich dabei insbesondere daran, dass die Zürcher Pride dieses Jahr «unter dem Motto ‹Trans› gestanden hat». So verhelfe die UBS «Transgender-Ideologen» dazu, «bewährte gesellschaftliche Werte umzukrempeln», wodurch Kinder «verwirrt und psychisch geschädigt werden» könnten. 

Auch an anderen scheinbar «woken» Handlungen wie dem «Verbot des angeblich sexistischen Ballermann-Songs ‹Layla›» und dem Kampf gegen Fleisch, Tabak und Flugreisen stört sich die Jungpartei in dem Schreiben. 

Die UBS kommentiert die Medienmitteilung der Jungen SVP auf Anfrage von 20 Minuten nicht.  

Hast du dein Konto bei der UBS?

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

124 Kommentare