Stadt Luzern: Kündigung – FCL-Fans bangen um «Zone 5»

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Stadt LuzernKündigung – FCL-Fans bangen um «Zone 5»

Der «Zone 5» wurde der Mietvertrag gekündigt. «Eine Schliessung wäre ein grosser Rückschritt», sagt FCL-Sprecher René Baumann – und hofft auf eine Lösung.

von
gwa
Das Fanlokal «Zone 5» am Bundesplatz in Luzern.

Das Fanlokal «Zone 5» am Bundesplatz in Luzern.

Es gibt wohl keinen Ort in der Stadt Luzern, in dem die Fussballbegeisterung so gross ist wie in der «Zone 5». Doch nun könnte es eng werden für das Fanlokal des FC Luzern. Denn: Die Betreiber der «Zone 5» haben von der Liegenschaftsbesitzerin die Kündigung erhalten.

Trotz Kündigung bleibt das Lokal vorerst noch geöffnet: Die Kündigung wird erst auf Anfang 2016 wirksam, könnte aber noch um ein Jahr hinausgezögert werden, wie «zentralplus» berichtet. «Wir sind in Verhandlungen. Natürlich möchten wir gerne in diesem Lokal bleiben», sagt Fanarbeiter Christian Wandeler auf Anfrage von 20 Minuten. Die Eigentümerin war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

«Das Lokal ist eine wichtige Anlaufstelle»

Für den FC Luzern ist die «Zone 5», in dem auch die Fanarbeit einquartiert ist, von grossem Wert: «Das Lokal ist eine wichtige Anlaufstelle für die Fanorganisationen und als Treffpunkt für die Fans sehr wertvoll», sagt FCL-Mediensprecher René Baumann. Beim FCL sei man der Hoffnung, dass die Gespräche einen positiven Verlauf nehmen und das Lokal geöffnet bleiben kann. «Eine ersatzlose Schliessung wäre ein grosser Rückschritt für die Zusammenarbeit mit den Fans», sagt Baumann.

Ohne ein Lokal sei es für die Fanorganisationen nicht mehr möglich, sich im selben Mass wie heute auf die Fussballspiele vorzubereiten: «Die Fans sind untereinander sehr gut organisiert. All die schönen Choreos und Aktionen benötigen viel Vorbereitung. Dies kann tagelang dauern», so Baumann. Dafür sei ein entsprechendes Lokal zwingend nötig. Zudem werden im Fanlokal auch Tickets für die Heim- und Auswärtsspiele des FCL verkauft.

Standort problematisch

Der Standort am Bundesplatz ist indes nicht unbestritten. Die VBL muss bei Heimspielen die Gästefans via Bundesplatz auf die Allmend fahren. Nachdem es im August zu Zusammenstössen zwischen FCL- und FCZ-Anhängern kam, sagte Polizeikommandant Adi Achermann: «Die jetzige Lage des Fanlokals ist aus polizeilicher Sicht nicht optimal.» Und Stadtrat Adrian Borgula sagte damals zur «Neuen LZ», Stadt und Kanton hätten vor zwei Jahren nach einem Ersatzstandort gesucht, jedoch ohne Erfolg. Eine ersatzlose Streichung des Fanlokals schloss er kategorisch aus.

Momentan sieht die Stadt Luzern keinen Handlungsbedarf: «Wir warten die Verhandlungen zwischen dem Verein und dem Vermieter ab», sagt der Sicherheitsbeauftragte Maurice Illi. Bis dahin wolle man keine Massnahmen ergreifen.

FCL-Sprecher Baumann möchte sich nicht dazu äussern, wie es bei einer allfälligen Schliessung des Lokals weitergehen würde: «Wir wollen keine Szenarien ausbrüten, die schliesslich doch nicht eintreten. Wir hoffen in erster Linie, dass das Lokal geöffnet bleibt», sagt er.

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