03.11.2020 14:29

Affäre MörgeliKündigung von Professorin Ritzmann war missbräuchlich

Die Kündigung der Professorin Iris Ritzmann ist nun doch nicht nichtig, aber missbräuchlich. Das hat das Bundesgericht entschieden.

Iris Ritzmann wehrt sich vor Gericht gegen die Kündigung.

Iris Ritzmann wehrt sich vor Gericht gegen die Kündigung.

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Die Kündigung der Zürcher Titularprofessorin Iris Ritzmann ist nicht nichtig. Dies hat das Bundesgericht am Dienstag in einer öffentlichen Beratung entschieden. Die Uni Zürich muss sie deshalb nicht weiterbeschäftigen.

Die erste sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat damit eine Beschwerde der Universität Zürich mit drei zu zwei Stimmen teilweise gutgeheissen. Es ist zum Schluss gelangt, die Kündigung sei missbräuchlich gewesen, nicht aber nichtig. Ritzmann hat damit lediglich Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung, wie es das Zürcher Personalgesetz vorsieht.

Auswertung von Telefon und E-Mail

Das Zürcher Verwaltungsgericht entschied im November vergangenen Jahres, dass die Kündigung nichtig sei. Die Universität hatte die Entlassung auf Informationen gestützt, die im Strafverfahren gegen Ritzmann wegen Amtsgeheimnisverletzung in der Affäre Mörgeli nicht zugelassen wurden. Sie waren rechtswidrig erlangt worden.

Die Daten stammten aus einer flächendeckenden Auswertung von uni-internen Telefon- und E-Mail-Daten sowie Unterlagen, welche die Staatsanwaltschaft bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt hatte. Ritzmann wurde in der Folge freigesprochen.

(SDA)

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