Aktualisiert 09.05.2018 09:33

Neue Google-TechnologienKünftig musst du nicht mal mehr telefonieren

Google hat am Dienstag gezeigt, welche Technologien künftig unseren Alltag bestimmen werden. Spitzenreiter ist klar die künstliche Intelligenz.

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tob/afp

So tönt es, wenn Google für dich telefoniert. (Video: Google)

7000 Personen vor Ort und mehrere 10'000 per Stream haben gestern den Auftakt der Entwicklerkonferenz I/O von Google in den USA verfolgt. Bei dem rund zweistündigen Anlass dominierte vor allem ein Thema: künstliche Intelligenz (KI). In gefühlt jedem zwanzigsten Satz der Redner kam das Schlagwort vor.

Demnach soll die Technologie helfen, dass der Akku bei Android-Handys länger hält, wir Apps schneller finden und E-Mails schneller schreiben. Ausserdem wird KI künftig alte Schwarzweissfotos automatisch einfärben können. Auch Googles Assistent wird schlauer. Er bekommt neue Stimmen, die noch natürlicher klingen und sogar lästige Telefone für uns erledigen kann. So könne der Roboter mit einem Menschen am anderen Ende der Leitung sprechen und selbstständig einen Termin beim Coiffeur buchen oder einen Tisch im Restaurant reservieren.

Abends wird es schwarzweiss

Mit der kommenden Version des mobilen Betriebssystems wolle man zudem das «digitale Wohlbefinden» der Nutzer fördern. So gibt es eine Reihe von Befehlen, um die Zeit, die man mit dem Handy verbringt, einzuschränken. So zeigt das Telefon künftig an, wie oft man es nutzt. Ausserdem soll das Gerät den Nutzern am Abend helfen, herunterzufahren, indem auf dem Display keine Farben mehr angezeigt werden. Natürlich lässt sich diese Funktion auch deaktivieren.

Die Demos an der gestrigen Entwicklerkonferenz waren wirklich beeindruckend. Google hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Zuschauern zu zeigen, wohin die Reise geht. Allerdings hat Google auch die Angewohnheit, viele Funktionen nur regional anzubieten. Bis all die oben erwähnten Features auch in der Schweiz und auf Deutsch verfügbar sein werden, dürfte es wohl noch eine Weile dauern.

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Google-CEO Sundar Pichai begrüsste die Besucher an der Eröffnungsrede der Entwicklerkonferenz I/O am Firmenstandort Mountain View in Kalifornien. Die Redner stellten am Dienstag Neuerungen vor, die Nutzer in den kommenden Monaten erwarten können.

Google-CEO Sundar Pichai begrüsste die Besucher an der Eröffnungsrede der Entwicklerkonferenz I/O am Firmenstandort Mountain View in Kalifornien. Die Redner stellten am Dienstag Neuerungen vor, die Nutzer in den kommenden Monaten erwarten können.

AP/Jeff Chiu
So erhält etwa Googles Assistent ein grösseres Update. Er muss künftig nicht mehr dauernd mit «OK Google» oder «Hey Google» angesprochen werden. Zudem erhält der digitale Helfer sechs neue Stimmen, die noch natürlicher klingen.

So erhält etwa Googles Assistent ein grösseres Update. Er muss künftig nicht mehr dauernd mit «OK Google» oder «Hey Google» angesprochen werden. Zudem erhält der digitale Helfer sechs neue Stimmen, die noch natürlicher klingen.

Der virtuelle Helfer kann auch im Auftrag des Nutzers Telefongespräche mit einem Menschen führen, um etwa einen Termin beim Coiffeur zu vereinbaren. An dieser sogenannten Duplex-Funktion habe man jahrelang gearbeitet, sagt Pichai.

Der virtuelle Helfer kann auch im Auftrag des Nutzers Telefongespräche mit einem Menschen führen, um etwa einen Termin beim Coiffeur zu vereinbaren. An dieser sogenannten Duplex-Funktion habe man jahrelang gearbeitet, sagt Pichai.

Weitere Highlights des Events findest du in der Bildstrecke. Die Vorabversion von Android P ist bereits jetzt verfügbar. Zurzeit kann das mobile Betriebssystem auf Google-Geräten und gewissen Handys der Hersteller Nokia, Sony, Xiaomi, Oppo und anderen installiert werden.

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