Pyeongchang: Küng muss um Olympia-Startplatz zittern
Aktualisiert

PyeongchangKüng muss um Olympia-Startplatz zittern

Am 28. Januar muss Swiss Olympic bekannt geben, welche alpinen Skifahrer für die Olympischen Winterspiele selektioniert werden. Eine Bestandesaufnahme.

von
hua
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Abfahrts-Weltmeister und Lauberhorn-Sieger Beat Feuz muss sich über seine Olympia-Selektion keine Gedanken machen. Der Schangnauer wird in Pyeongchang in der Abfahrt und im Super-G an den Start gehen.

Abfahrts-Weltmeister und Lauberhorn-Sieger Beat Feuz muss sich über seine Olympia-Selektion keine Gedanken machen. Der Schangnauer wird in Pyeongchang in der Abfahrt und im Super-G an den Start gehen.

Peter Schneider
Bei Patrick Küng, Abfahrtsweltmeister von 2015, sieht das nicht so rosig aus. Zwar ist der 34-Jährige für die Abfahrt in Südkorea selektioniert, aber er befindet sich aktuell in einer Baisse. Sollte es zu internen Ausscheidungen kommen, droht dem Glarner der Verlust seines Startplatzes.

Bei Patrick Küng, Abfahrtsweltmeister von 2015, sieht das nicht so rosig aus. Zwar ist der 34-Jährige für die Abfahrt in Südkorea selektioniert, aber er befindet sich aktuell in einer Baisse. Sollte es zu internen Ausscheidungen kommen, droht dem Glarner der Verlust seines Startplatzes.

Keystone/Peter Schneider
Selbst der angeschlagene Carlo Janka macht sich noch Hoffnungen auf einen Start an den Olympischen Winterspielen. Swiss-Ski hat bei Swiss Olympic für den Bündner ein Gesuch für eine Ausnahmebewilligung gestellt. Sie stützen sich dabei auf die sogenannte Medizinalklausel. Diese kann bei Athleten angewandt werden, die die Selektionskritierien aufgrund einer Verletzung nicht erfüllt haben, aber über das notwendige Potenzial verfügen.

Selbst der angeschlagene Carlo Janka macht sich noch Hoffnungen auf einen Start an den Olympischen Winterspielen. Swiss-Ski hat bei Swiss Olympic für den Bündner ein Gesuch für eine Ausnahmebewilligung gestellt. Sie stützen sich dabei auf die sogenannte Medizinalklausel. Diese kann bei Athleten angewandt werden, die die Selektionskritierien aufgrund einer Verletzung nicht erfüllt haben, aber über das notwendige Potenzial verfügen.

Keystone/Peter Schneider

Männer, Abfahrt: Vier Fahrer haben die Selektionskriterien erfüllt: Beat Feuz, Gilles Roulin, Patrick Küng und Mauro Caviezel. Gian Luca Barandun hat mit einem Top-15-Platz und zwei ausstehenden Rennen Chancen. Auch der angeschlagene Carlo Janka macht sich Hoffnungen, mitfahren zu dürfen. Es würde dann wohl zu internen Ausscheidungen in Südkorea kommen. Ex-Weltmeister Küng, dessen Formstand Fragen aufwirft, könnte eine Zitterpartie um seinen Startplatz bevorstehen.

Super-G: Feuz und Thomas Tumler sind qualifiziert. Ein Roulin, Mauro Caviezel, Barandun oder Ralph Weber müssten in nur einem noch zu fahrenden Rennen am Freitag in Kitzbühel in die Top 7 rasen, um sich das Disziplinen-Ticket zu holen.

Riesenslalom: Mauro Caviezels jüngerer Bruder Gino ist gesetzt, genauso wie Justin Murisier und Loïc Meillard. Wollen Elia Zurbriggen oder Luca Aerni im olympischen Riesen starten, wäre von ihnen in Garmisch ein Top-7-Resultat gefordert.

Slalom: Das Team ist vollständig, Aerni, Meillard, Daniel Yule und Ramon Zenhäusern sind mit dabei.

Kombination: Mauro Caviezel und Murisier haben die Selektion geschafft. Weltmeister Aerni, der in Bormio und Wengen zweimal ausschied, wird Swiss-Ski mit grosser Sicherheit nominieren, ein weiteres Rennen steht nicht aus. Auch Barandun (9. in Bormio, out in Wengen) wäre noch eine Option. Über eine mögliche Zulassung entscheidet Swiss Olympic.

Frauen, Abfahrt: Drei Fahrerinnen müssen sich keine Gedanken machen: Michelle Gisin, Lara Gut und Jasmine Flury. Corinne Suter und Joana Hählen haben je einen Top-15-Platz herausgefahren, können in zwei Rennen (beide in Cortina d'Ampezzo) die definitive Qualifikation noch sicherstellen.

Super-G: Das Luxusproblem schlechthin. Mit Gisin, Gut, Flury, Corinne Suter und Hählen haben fünf Athletinnen die Selektion erfüllt. Es wird zu internen Ausscheidungen kommen.

Riesenslalom: Gut, Wendy Holdener und Mélanie Meillard sind gesetzt. Es stehen noch zwei Rennen im italienischen Kronplatz und auf der Lenzerheide an. Es bräuchte aber wohl einen Exploit durch beispielsweise Simone Wild, Vanessa Kasper oder Rahel Kopp für ein weiteres Ticket.

Slalom: Das Team steht: Gisin, Holdener, Meillard und Denise Feierabend haben ihre Tickets auf sicher.

Kombination: Die Frauen bestritten in dieser Saison bisher noch keine Kombination, am 26. Januar bietet sich auf der Lenzerheide die einzige Chance auf eine Selektion. Mit Gut, Gisin, Weltmeisterin Holdener und Meillard stehen einige Hochkaräterinnen bereit.

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