Aktualisiert 08.02.2010 19:29

DurchblickKüsschen-Chaos: Die Experten-Tipps

Während man sich im Ausland zur Begrüssung zweimal auf die Wange küsst, gibt man in der Schweiz meistens einen oder drei Schmatzer. Oder doch nicht? 20 Minuten forschte nach.

von
Nina Ladina Kurz

Wer kennt die Situation nicht: Man steht in einer Gruppe von Leuten, streckt die Backe zum finalen dritten Wangenkuss hin – und wird ungeküsst in der Luft stehen gelassen. Es folgt der obligate Verlegenheitslacher und genau in diesem Moment fragt man sich: Ist die dreifache Links-Rechts-Kombination denn wirklich schon out?

Auch Experten sind hier unterschiedlicher Meinung. «Ja», findet etwa die Basler Knigge-Expertin Sonja ­Weber und sagt weiter: «Die Zweikuss-Variante wirkt viel stilvoller und ist im Alltagsgebrauch viel praktischer.» Anders sieht dies Image-Beraterin Chantal Heller: «Bei uns ist die französische Dreikuss-Variante üblich und man sollte sich daran halten.»

Um einen Weg durchs Küsschen- und Begrüssungs-Chaos zu finden, hier die Experten-Tipps:

■ Wer auf eine andere Variante als die Dreikuss-Kombination setzt, muss diese unbedingt konsequent durchziehen. Sonst gibts Missverständnisse.

■ Im Bekanntenkreis werden Frauen immer vor den Männern begrüsst. Bei fremden Personen hält man sich an die Altersfolge: Ältere Personen kommen zuerst, unabhängig vom Geschlecht.

■ Ältere oder Ranghöhere bestimmen die Begrüssungsform.

■ Unbekannte werden nicht abgeknutscht, sondern ihnen wird die Hand gereicht.

■ Ein Schmatzer kombiniert mit einer Umarmung ist nur im engen Freundschafts- und Verwandtschaftskreis gebräuchlich.

■ Setzt jemand zu drei Küssen an, niemals ablehnen. Dies wirkt beleidigend.

■ Laute Kusslaute am Ohr sind zu vermeiden.

■ Küsse im Büro sind tabu.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.