«Besame Mucho»: Küssen mitten im Drogenkrieg
Aktualisiert

«Besame Mucho»Küssen mitten im Drogenkrieg

Ein Massen-Küssen als Kontrapunkt zur mörderischen Gewalt der Rauschgiftmafia: In Mexiko-Stadt haben sich am Samstag 39 897 Menschen öffentlich geküsst und damit den Rekord in dieser «Disziplin» von England in das mittelamerikanische Land geholt.

Ein Vertreter des Guinness-Buchs der Rekorde, Carlos Martinez, bestätigte an Ort und Stelle die neue Bestmarke. Die alte war 2007 in Weston-super-Mare aufgestellt worden.

«Wir haben es geschafft! Lang lebe Mexiko», jubelte die Sängerin und Schauspielerin Susana Zavaleta, die die Kusswilligen am Valentinstag mit dem Klassiker «Besame Mucho» - «Küss mich oft» - eingestimmt hatte. «Besame Mucho» war auch der offizielle Name der Veranstaltung, hinter der das Fremdenverkehrsamt der Hauptstadt stand.

«Mehr als 35 000 Menschen werden sich küssen, um zu zeigen, dass Wärme und Liebe im Kern dieser Hauptstadt sind, dem Herzen der mexikanischen Republik», hiess es in der Ankündigung. Ein Feldzug gegen die Rauschgiftsyndikate hat dies im vergangenen Jahr überlagert: Mindestens 6000 Menschen wurden im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität im vergangenen Jahr getötet.

(dapd)

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