Anti-Kater-Tablette: Kugelfisch beugt Katzenjammer vor
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Anti-Kater-TabletteKugelfisch beugt Katzenjammer vor

Ein Medikament namens Blowfish soll dabei helfen, Katersymptome innerhalb von 15 Minuten verschwinden zu lassen. Die Begeisterung dafür hält sich bei Medizinern allerdings in Grenzen.

von
rre

Wer hätte sie nicht gerne, die einmalige Geschäftsidee, das gewinnbringende Erfolgskonzept, das den ganz grossen Reichtum verspricht? Eine solch lukrative Idee hatte Brenna Haysom: Nachdem sie eines abends zu tief ins Glas geschaut hatte, durchlebte sie am darauffolgenden Vormittag einen furchtbaren Kater.

Die Harvard-Absolventin beschloss, alle verfügbaren Therapien im Kampf gegen die unangenehmen Nachwirkungen des Alkoholkonsums im Selbstversuch auszuprobieren. Dabei entpuppte sich eine Rezeptur aus 1000 mg ASS (Wirkstoff von Aspirin), 120 mg Koffein und dem magenberuhigenden Antacidum als besonders vielversprechend.

«Blowfish», der Katerschreck

Tipps gegen den Kater

Gemeinsam mit dem Unternehmen Rally Labs LLC brachte die geschäftstüchtige Amerikanerin das Medikament mit dem Namen «Blowfish» (zu Deutsch: Kugelfisch) auf den Markt. Vertrieben wird die Anti-Kater-Tablette vor allem in den USA und in Kanada über das Internet. Nach Angaben des Herstellers soll es sich bei «Blowfish» um das einzige von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassene «Hangover»-Medikament handeln.

Eine bahnbrechende Erfindung? Nicht wenn es nach einigen Experten geht. Für sie ist der Kater-Antagonist nichts als alter Wein in neuen Schläuchen, der für knapp drei US-Dollar pro Dosis zu haben ist. «Das Angebot unterscheidet sich nicht davon, seinen um Vergebung nachsuchenden betrunkenen Hintern aus dem Bett zu zerren, sich eine Tasse Kaffee einzuschütten und damit zwei Aspirin sowie ein Antacidum hinunterzustürzen», zitiert die «Ärzte Zeitung» einen der zahlreichen Kritiker.

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