11.06.2018 16:21

Penka darf nach Hause

Kuh übertrat illegal EU-Grenze – begnadigt

Eigentlich hätte die Kuh Penka getötet werden müssen, weil sie die Grenze zwischen Bulgarien und Serbien übertrat. Jetzt kann sie zu ihrer Herde zurück.

von
hvw
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Kuh Penka hat Glück: Sie darf wieder zu ihrer Herde zurück, nachdem sie wegen einem unerlaubten Grenzübertritt in ein Nicht-EU-Land hätte getötet werden müssen. (11. Juni 2018)

Kuh Penka hat Glück: Sie darf wieder zu ihrer Herde zurück, nachdem sie wegen einem unerlaubten Grenzübertritt in ein Nicht-EU-Land hätte getötet werden müssen. (11. Juni 2018)

AFP/Hristo Vladev
Sie war ihrem Besitzer im bulgarischen Dorf Kopilowtsi entwischt und über die EU-Aussengrenze nach Serbien gewandert.

Sie war ihrem Besitzer im bulgarischen Dorf Kopilowtsi entwischt und über die EU-Aussengrenze nach Serbien gewandert.

Euronews
Nach zwei Wochen kam sie zu Bauer Iwan Charalampiew zurück. Die bulgarischen Behörden ordneten die Tötung des trächtigen Tiers an, da sie ohne Gesundheitspapiere in die EU eingereist sei.

Nach zwei Wochen kam sie zu Bauer Iwan Charalampiew zurück. Die bulgarischen Behörden ordneten die Tötung des trächtigen Tiers an, da sie ohne Gesundheitspapiere in die EU eingereist sei.

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Eine Kuh aus Bulgarien darf trotz des unerlaubten Übertritts ins Nicht-EU-Land Serbien weiterleben. Dem trächtigen Rind drohte ursprünglich der Tod, weil EU-Richtlinien die Rückführung in die Europäische Union verboten.

Nach tadellosen Gesundheitstests und öffentlichem Druck entgeht das Tier namens Penka diesem Schicksal, wie die bulgarische Behörde für Ernährungssicherheit am Montag erklärte.

«Sie wird nicht getötet werden und kann Ende der Woche zu ihrer Herde zurückkehren», sagte Behördensprecherin Ekaterina Stojlowa der Nachrichtenagentur AFP.

Keine Gesundheitsdokumente

Den Schritt ins Verderben unternahm das Tier Mitte Mai, als es mit seiner Herde in der Nähe des Dorfes Kopilowtsi nach Angaben seines Besitzers unweit der Grenze zu Serbien unterwegs war. Die Kuh habe die Grenze überquert und sei in Serbien von einem Landwirt entdeckt worden, der sie aufgrund ihrer Markierung als bulgarisches Tier identifiziert habe.

Penka kam demnach zunächst zu ihrem Besitzer zurück. Doch die bulgarischen Behörden hätten die sofortige Tötung der Kuh angeordnet, da Charalampiew notwendige Dokumente zu Penkas Gesundheit nicht vorweisen konnte.

Thema in EU-Kommission

Penkas Besitzer, Iwan Charalampiew, hatte vor einigen Tagen im Fernsehen dazu aufgefordert, das Tier am Leben zu lassen. Daraufhin unterschrieben mehr als 30.000 Menschen eine Online-Petition an die EU – darunter der Ex-Beatle Paul McCartney. Auch in sozialen Medien setzten sich zahlreiche Menschen unter dem Hashtag #SavePenka (Rettet Penka) für das Rind ein.

Die Kuh wurde sogar in der EU-Kommission kurz thematisiert. Während des täglichen Pressebriefings erklärte Klima-Sprecherin Anna-Kaisa Itkonen mehrere Fragen von Journalisten nach dem weiteren Vorgehen im Fall Penka.

(hvw/afp)

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