«Kuhfänger» fordert 2000 Tote
Aktualisiert

«Kuhfänger» fordert 2000 Tote

Frontschutzbügel an Fahrzeugen sollen in der EU künftig nur unter Auflagen genehmigt werden.

Dies geht aus einer Richtlinie hervor, die das Europäische Parlament am Donnerstag in Brüssel in erster Lesung verabschiedete. Ein zunächst geplantes komplettes Verbot der so genannten Kuhfänger hatte die EU verworfen, weil die Frontschutzbügel etwa bei einem Zusammenstoss eines Fahrzeugs mit einem Tier die Verletzungsgefahr der Insassen mindern kann.

Weil Radfahrer, Fussgänger und besonders Kinder bei einem Unfall mit einem Fahrzeug mit Kuhfänger aber oft schwer verletzt werden, sah sich die EU zum Handeln gezwungen. Deshalb sollen die Frontschutzbügel künftig nur noch zugelassen werden, wenn sie an dem jeweiligen Fahrzeug nachweislich einen Sicherheitsgewinn bringen. Nach Schätzungen des EU-Parlaments können mit der Richtlinie bis zu 2.000 Todesfälle im Strassenverkehr pro Jahr verhindert werden. Bevor das Regelwerk in Kraft treten kann, müssen die EU-Verkehrsminister noch zustimmen. (dapd)

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