8-Bit-Nirvana: Kult-Musik aus der Retro-Retorte
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8-Bit-NirvanaKult-Musik aus der Retro-Retorte

Chiptuner machen aus bekannten Songs Game-Soundtracks aus vergangenen Zeiten. Einer von ihnen covert gar ganze Alben.

von
pst

Chiptuning hat eigentlich mit der Leistungssteigerung von Autos zu tun. Aber auch elektronische, durch Sound-Chips alter Computer oder Konsolen generierte Sounds bezeichnet man als Chiptunes oder Chip- respektive 8-Bit-Musik. Im Netz kursieren schon seit längerem derartige Coverversionen bekannter Pop- und Rocksongs.

AC/DC: 8-Bit-Version von «Thunderstruck». (Video: Youtube/McMaNGOS)

Einer der sogenannten Chiptuner veröffentlicht unter dem Nickname RGYDK («Random Guy You Don't Know») nicht mehr nur einzelne Lieder. Vielmehr vertont er ganze Alben, die Musikgeschichte geschrieben haben, neu und gibt sie im Ton- und Klangspektrum veralteter Game-Geräte wieder. Dabei macht der Musik-Tüftler, der eigenen Angaben zufolge nicht weniger als zehn Instrumente spielen kann, auch vor klassischer Musik nicht halt. Zudem begnügt er sich nicht nur mit der Neu-Interpretation der Songs, sondern covert auch die Cover der dazugehörigen Alben in pixeliger Grafik.

Auf seiner Website erklärt der «beliebige, unbekannte Typ» Interessierten, wie man aus Original-Liedern 8-Bit-Musik macht, wobei das auf «einfache» oder auf «schwierige» Art zu bewerkstelligen ist (er wählt normalerweise den schwierigen Weg). Einfach dürfte indes die Konvertierung der Album-Covers in Old-School-Grafiken sein: Hierfür ist lediglich rudimentärstes Photoshop-Wissen vonnöten.

«Nevermind» von Nirvana in der 8-Bit-Version. (Video: Youtube/RGYDK)

Ob kompliziert oder einfach: RGYDKs Chiptunes-Alben sind auf jeden Fall eine Hörprobe wert. «Smells Like Teen Spirit» als 8-Bit-Version haut definitiv so rein wie das Original von Kurt Cobain und Co.

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