Alles oder Nichts: Kultur oder Zürcher?
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Alles oder NichtsKultur oder Zürcher?

Die Abstimmung über die Zukunft des Berner Kulturzentrums Progr erhitzt weiter die Gemüter. Am Montagabend entschieden sich die Betreiber des Konzertlokals «Turnhalle» für eine Alles-oder-Nichts-Strategie.

Zur Diskussion steht am 17. Mai, ob das ehemalige Progymnasium der Stadt Bern zu einem Gesundheits-, Büro- und Schulzentrum der Zürcher Firma Allreal werden soll oder ob der Progr so wie heute als Kulturzentrum weitergeführt wird.

Allreal hat versprochen, die Turnhalle des Gebäudes, heute ein beliebter Ort für Konzerte und Bar, weiterhin als Kulturlokal weiterzuführen. Entfallen würden aber die zahlreichen Ateliers, welche über 100 Künstlern als Wirkungsstätte dienen.

Davon wollen die «Turnhalle»-Betreiber und der Konzertveranstalter bee-flat nun jedoch nichts wissen, wie sie am Montag mitteilten. Sie haben beschlossen, die Turnhalle nicht weiter zu führen, falls das Projekt von Allreal umgesetzt wird.

Man habe wegen der Weiterführung der «Turnhalle» mit Allreal in Verhandlungen gestanden, heisst es weiter. Diese seien aber vor Monaten zum Stillstand gekommen. Die Mietzinsforderungen und der Ausbaustandard hätten sich nicht mit den Vorstellungen der «Turnhalle»-Betreiber gedeckt.

Auch sei kein Dokument unterschrieben worden. Im Abstimmungskampf habe man nun feststellen müssen, dass Allreal den Stimmberechtigten versichere, die Turnhalle werde im selben Umfang weitergeführt. Dies entspriche aber nicht den Tatsachen.

Man ziehe sich deshalb per sofort aus allen Verhandlungen mit Allreal zurück. Die Turnhalle könne nur weitergeführt werden, wenn der Progr ein Kulturzentrum bleibe. Auch bee-flat habe bis im September 2008 mit Allreal Verhandlungen geführt, die seither still stünden. (sda)

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