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Corona-KriseKunden ärgern sich über sture ÖV-Branche

Der Fahrgastverband Pro Bahn Schweiz ärgert sich über das Verhalten des öffentlichen Verkehrs in Corona-Zeiten. Jetzt fordert er von SBB und Co. endlich eine Rückerstattung.

von
gus
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Die Präsidentin von Pro Bahn Schweiz kritisiert das Verhalten der SBB in einer Mitteilung.

Die Präsidentin von Pro Bahn Schweiz kritisiert das Verhalten der SBB in einer Mitteilung.

Patrick Kaelin
Es kann nicht sein, dass die Kunden die Einnahmenausfälle der Transportunternehmungen mit bereits gekauften Abos finanzieren.»

Es kann nicht sein, dass die Kunden die Einnahmenausfälle der Transportunternehmungen mit bereits gekauften Abos finanzieren.»

Keystone/Gaetan Bally
Es sei schlichtweg nicht die Schuld der Kunden, dass seit dem 23. März das Angebot des öffentlichen Verkehrs nur noch in kleinen Teilen zu nutzen sei.

Es sei schlichtweg nicht die Schuld der Kunden, dass seit dem 23. März das Angebot des öffentlichen Verkehrs nur noch in kleinen Teilen zu nutzen sei.

kein Anbieter/Rafael_wiedenmeier

In einer Medienmitteilung, die der Verband heute verschickt hat, findet Präsidentin Karin Blättler deutliche Worte. «Die ÖV-Branche bewegt sich bis heute keinen Millimeter bei der GA-Hinterlegung oder der Abo-Vergütung. Es kann nicht sein, dass die Kunden die Einnahmeausfälle der Transportunternehmungen mit bereits gekauften Abos finanzieren.»

Es sei schlichtweg nicht die Schuld der Kunden, dass seit dem 23. März das Angebot des öffentlichen Verkehrs nur noch in kleinen Teilen zu nutzen sei. Es war der Bund der dazu aufgefordert hatte, unnötige Fahrten zu meiden, auf Freizeitverkehr zu verzichten und den Arbeitsweg zu Fuss oder per Velo zu absolvieren.

Verband erwartet Lösung in den nächsten Tagen

«Die Personen, die sich daran halten, leisten damit einen wichtigen Teil zur Eindämmung der Pandemie. Aber sie werden finanziell benachteiligt.» Es sei stossend, sagt Blättler, dass man das GA nur für maximal 30 Tage hinterlegen oder das gelöste Abo für den nicht gebrauchten Teil nicht zurückgeben könne.

Pro Bahn Schweiz fordert Betreiber wie die SBB deshalb auf, schnellstmöglich zu handeln. «Wir wollen, dass die Hinterlegungsfrist gelockert und vorerst auf 60 Tage erweitert wird. Je nach Dauer der Situation muss dann allenfalls nochmals nachkorrigiert werden», so Blättler. Darüber hinaus müssten nicht mehr genutzte Abos zurückgeben werden können. «Die Zeit drängt», schliesst Blättler ihre Kritik. «Wir erwarten in den nächsten Tagen eine Lösung des Problems.»

Die Eisbahn in Madrid wird zum Leichenhaus

Spanien trifft das Coronavirus hart.
(Video: Twitter)

So schützen Händler Angestellte und Kunden

Im Kampf gegen das Coronavirus haben Migros und Coop Massnahmen ergriffen. Am Einlass werden Kunden gezählt und Tickets ausgehändigt. Nur eine Person pro 10 Quadrameter Ladenfläche, lautet die Regel. In den Läden stehen Desinfektionsmittel bereit. Das Personal an der Kasse ist durch Plexiglasscheiben abgetrennt. Jene Bereiche, in denen keine Lebensmittel oder Gegenstände für den täglichen Bedarf verkauft werden, sind abgeriegelt.
(Video: SDA)

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