Hamsterkäufe: Kunden kaufen nach Corona-Schock Regale leer
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HamsterkäufeKunden kaufen nach Corona-Schock Regale leer

Am Freitag beschloss der Bundesrat einschneidende Massnahmen gegen das Coronavirus. Kurz danach gab es überall in der Schweiz Hamsterkäufe.

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nk
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In der Migros Wädenswil gab es am Freitagabend in der Früchteabteilung nicht mehr viel zu holen.

In der Migros Wädenswil gab es am Freitagabend in der Früchteabteilung nicht mehr viel zu holen.

Leser-Reporter
Ebenso in Albisrieden in der Gemüseabteilung.

Ebenso in Albisrieden in der Gemüseabteilung.

Leser-Reporter
Einzig Kürbis-Schnitze gab es im Migros Albisrieden noch einige zu kaufen.

Einzig Kürbis-Schnitze gab es im Migros Albisrieden noch einige zu kaufen.

Leser-Reporter / Albisrieden

Veranstaltungen über 100 Personen sind abgesagt und Schulen geschlossen: Die neuen Massnahmen, die der Bundesrat beschlossen hat, sind drastisch. Trotzdem sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Nachmittag an der Medienkonferenz: «Es gibt keinen Grund, jetzt Panik zu haben.» Gleichzeitig appellierte die Regierung an die Solidarität der Bevölkerung, um gemeinsam die Schwächsten zu schützen.

Diese Worte nahmen sich offenbar nicht alle zu Herzen: In der ganzen Schweiz gab es Hamsterkäufe in Grossverteilern. So waren etwa Läden von Migros und Coop in Zürich-Affoltern, Embrach ZH und auch im Kanton Waadt betroffen. Auf Leserbildern sind viele leergeräumte Regale zu sehen, beliebt waren Tiefkühlprodukte, Gemüse oder Toilettenpapier.

Mehr Nachfrage in letzten Stunden

Coop bestätigt auf Anfrage, dass die Nachfrage schweizweit in den letzten Stunden nochmals angestiegen ist. «Wir setzen alles daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen», sagt Sprecherin Rebecca Veiga.

Auch die Migros verzeichnet im ganzen Land eine erhöhte Nachfrage, allerdings schon fast drei Wochen. Wie Sprecher Marcel Schlatter sagt, seien vor allem Hygieneprodukte, Konserven, Mehl oder Zucker beliebt.

Die Migros habe ein Basissortiment definiert, das priorisiert werde. «Damit wollen wir eine Grundversorgung sicherstellen», so Schlatter weiter. Es handle sich um Güter des täglichen Bedarfs, die in etwa jenen des vom Bund definierten Notvorrates entsprächen.

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