Andreas Meyer: «Kunden nehmen die SBB als relativ teuer wahr»
Aktualisiert

Andreas Meyer«Kunden nehmen die SBB als relativ teuer wahr»

Die SBB kündigt Rabatte auf einzelne Billette an. CEO Andreas Meyer sagt, warum weitere Reduktionen schwierig sind und was er in seiner zweimonatigen Auszeit vorhat.

von
P. Michel

«Man kann immer noch mehr wollen»: SBB-CEO Andreas Meyer erklärt, warum unter anderem nur die Sparbillette günstiger werden. (Video: P. Michel)

Die SBB fuhr im letzten Jahr einen Gewinn von 399 Millionen Franken ein. Während die Pünktlichkeit gesteigert werden konnte, bewerteten die Kunden das Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter. Die SBB reagiert darauf mit Preisreduktionen im Umfang von 50 Millionen Franken: Sparbillette werden noch günstiger, der telefonische SBB-Railservice kostet weniger und GA-Besitzer erhalten Gutscheine.

Konkurrenz führt zu Preisdruck

Die schlechtere Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses führt CEO Andreas Meyer auf die steigende Konkurrenz, etwa durch Fernbusse, zurück. «Im Gefühl der Kunden werden wir als relativ teuer wahrgenommen», sagt Meyer im Interview mit 20 Minuten. Darum nehme man nun erste Preisreduktionen vor.

Doch warum wird der Millionengewinn nicht für eine Reduktion der Billettpreise auf breiter Front eingesetzt, wie das etwa 20-Minuten-Leser forderten? Im obigen Video nimmt Andreas Meyer Stellung und erklärt zudem, wie er in seinem zweimonatigen Sabbatical dem durchgeplanten Manager-Alltag entfliehen will.

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