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Bauern im GlückKunden reissen sich um Gemüse aus Hofläden

Landwirte erfahren zurzeit viel Wertschätzung aus der Bevölkerung. Schweizer Gemüse wird ausländischen Erzeugnissen vorgezogen.

von
sul
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Gefragter denn je: das Regionale und Saisonale in Schweizer Hofläden.

Gefragter denn je: das Regionale und Saisonale in Schweizer Hofläden.

Keystone/Gaetan Bally
Die Nachfrage nach einheimischem Gemüse sei durch die Decke gegangen, erzählen Schweizer Gemüsebauern.

Die Nachfrage nach einheimischem Gemüse sei durch die Decke gegangen, erzählen Schweizer Gemüsebauern.

Keystone/Gaetan Bally
«Das Verständnis und die Wertschätzung, die uns entgegengebracht werden, sind extrem gestiegen», sagt Pascal Gutknecht (40), Gemüseproduzent aus Ried bei Kerzers FR. Jene Stimmen, die sonst systematisch gegen die Landwirtschaft wetterten, seien nun verstummt.

«Das Verständnis und die Wertschätzung, die uns entgegengebracht werden, sind extrem gestiegen», sagt Pascal Gutknecht (40), Gemüseproduzent aus Ried bei Kerzers FR. Jene Stimmen, die sonst systematisch gegen die Landwirtschaft wetterten, seien nun verstummt.

Keystone/Gaetan Bally

Die Schweizer Landwirtschaft ist in den letzten Jahren immer wieder kritisiert worden etwa wegen überdüngter Felder und verschmutzten Trinkwassers. Im Moment jedoch erhält sie viel Unterstützung aus der Bevölkerung, wie der «SonntagsBlick» schreibt.

So sagt Stefan Krähenbühl (42), Biobauer aus Greng FR: «Das Verständnis und die Wertschätzung, die uns entgegengebracht werden, sind extrem gestiegen.» Jene Stimmen, die sonst systematisch gegen die Landwirtschaft wetterten, seien nun verstummt.

Auch Grossverteiler flexibler

Ganz ähnlich klingt es bei Pascal Gutknecht (40), Gemüseproduzent aus Ried bei Kerzers FR: «Die Leute schätzen das Regionale, Saisonale auf einmal viel mehr», sagt er. Die Nachfrage auf seinem Hofladen sei «durch die Decke» gegangen. Gefragt seien Schweizer Produkte – auch wenn Importware günstiger sei.

Auch Migros und Coop zeigten sich in Corona-Zeiten flexibler als sonst, wie die Zeitung weiter schreibt. Wie gross oder klein etwa ein Rüebli sein darf, ist eigentlich genau definiert. Weil aber die Nachfrage der Gastronomie nach grösseren Rüebli infolge des Lockdown versiegt ist, sind die beiden Grossverteiler bereit, auch «zu grosse» Rüebli zu verkaufen. Genauso wie übergrosse Selleries oder Salatköpfe.

Ausbleibender Regen bereitet Sorge

Das freut zwar Martin Rufer, Direktor des Bauernverbands. Allerdings setze sich der Bauernverband seit längerem dafür ein, «dass diese Normen weniger strikt ausgelegt werden».

Trotz zunehmender Beliebtheit einheimischer Erzeugnisse herrscht bei den Bauern nicht nur Grund zur Freude. Sorge bereitet vor allem der ausbleibende Regen: In den nächsten zwei Wochen ist laut Meteo Schweiz höchstens mit vereinzelten Schauern zu rechnen, jedoch nicht mit lang anhaltenden Niederschlägen.

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